Check Point meldet sich mit zweistelligem Wachstum zurück

Freitag, 18. April 2008 13:13
Check Point Software Technologies

(IT-Times) Der israelisch-amerikanische Firewall-Spezialist Check Point Software Technologies (Nasdaq: CHKP, WKN: 901638) tut sich weiterhin schwer, die Märkte von einer intakten Wachstumsstory zu überzeugen. In den vergangenen Jahren bewegte sich der Check Point Aktienkurs in einer engen Spanne zwischen 18 bis 26 Dollar.

Auch die Übernahme der schwedischen Protect Data hat an dieser Seitwärtsbewegung bislang wenig geändert. Hintergrund ist unter anderem das langsamere organische Wachstum des Unternehmens, welches in den letzten Jahren häufig im einstelligen Bereich lag. Nunmehr scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen.

Während der Gesamtumsatz um 17 Prozent zulegte, verzeichnete Check Point im US-Firmenkundenmarkt erstaunliche Zuwächse. Hier kletterten die Umsätze nach Aussagen des Managements trotz US-Hypothekenkrise am stärksten. Ebenso stark legte das Geschäft rund um Datensicherheit zu. Hier wuchsen die Erlöse um mehr als 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nachdem das Geschäft rund um Datensicherheit nunmehr zum Kerngeschäft gehört, will Check Point die Zahlen für die Sparte künftig nicht mehr extra ausweisen.

Markt für Sicherheitssysteme rückt zusammen
Trotz der positiven Ansätze wird sich Check Point nicht zurücklehnen können. Der Markt für Sicherheitssysteme rückt immer weiter zusammen und Anbieter wie Symantec, Microsoft, McAfee und Trend Micro versuchen neben ihrem Stammgeschäft mit Anti-Virussoftware in anderen Teilbereichen Fuß zu fassen.

Um sich gegen diese Konkurrenz zu erwehren, muss Check Point seinerseits sein Produktangebot weiter ausbauen. Der letzte Versuch in den Bereich Netzwerküberwachung (Intrusion-Prevention and Detection) stärker zu expandieren scheiterte aber kläglich. Die geplante Übernahme des Spezialisten Sourcefire kam nicht zustande. Stattdessen sitzt Check Point auf einer vollen Kriegskasse, die sich im jüngsten Quartal auf 1,3 Mrd. Dollar summierte. Das jüngste Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 400 Mio. Dollar beweist die Ideen- bzw. Alternativlosigkeit, denen sich das Management gegenüber sieht.

Ohne neue Wachstumsimpulse dürfte es dem Unternehmen jedoch schwer fallen, seinen Aktienkurs neues Leben einzuhauchen…

Kurzportrait

Mit Hauptsitz in Ramat Gan/Israel, steuert Check Point Software Systems seine Geschäfte über sein Stammhaus in Redwood City/Kalifornien. Der Absatzmarkt Israel trägt lediglich nur ein bis zwei Prozent der gesamten Umsätze der Gesellschaft.

Check Point Software Technologies gilt als einer der weltweit führenden Anbieter von Firewall-Software und Sicherheitsanwendungen rund um VPN-Netze. Die von Check Point entwickelte Architektur soll eine sichere Verbindung nicht nur über das Internet, sondern auch über Virtual Private Netzwerke (VPN) bieten. Das Flagschiffprodukt und die mehrfach ausgezeichnete 1er Produktfamilie (Firewall-1) soll vor allem Firmennetzwerke vor Virenattacken und Hackerangriffen schützen. Mit Hilfe der INSPECT Engine wird jeder ausgehender und eingehender Traffic auf Schadsoftware gescannt.

Mit der Lösung ConnectControl bietet Check Point Software auch eine Load-Balancing-Lösung an, die Internet-Inhalte schneller durch das weltweite Datennetz fließen lassen. Gleichzeitig bietet Check Point weitere Netzwerküberwachungssoftware an, welche Administratoren das Konfigurieren von komplexen Computer- und Firmennetzwerken erleichtern soll.

Insgesamt setzen weltweit mehr als 500.000 Firmen auf die Firewall-Lösungen von Check Point, wobei mehr als 200.000 Unternehmen gleichzeitig auch auf die VPN-Lösungen aus dem Hause Check Point Software vertrauen. Check Point Software vertreibt seine Produkte aber nicht nur direkt an Endkunden, sondern auch mit Hilfe von Distributoren und Systemintegratoren. Insgesamt vertreiben mehr als 2.500 Partner, darunter namhafte Technologiefirmen wie IBM, Hewlett-Packard und EDS in 149 Ländern Software aus dem Hause Check Point.

Neben den Hauptniederlassungen in Ramatan und Redwood City, unterhält Check Point noch weitere Vertriebsbüros in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Italien, Spanien, der Schweiz, Japan, Singapur, Australien, Mexiko und Kanada. Zuletzt verstärkte sich Check Point durch die Übernahme von Zone Labs und vermarktet somit nunmehr auch das Produkt ZoneAlarm. Anfang 2007 schloss Check Point die Übernahme des Netzwerküberwachungsspezialisten NFR Security ab. Gleichzeitig übernahm man den schwedischen Sicherheitsspezialisten Protect Data AB inklusive der Tochter Pointsec Mobile Technologies.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2008 meldet Check Point einen Umsatzanstieg auf 191,6 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Produkt- und Lizenzerlöse von 66 auf 77,4 Mio. Dollar anzogen, kletterte das Geschäft mit Services und Wartung von 97,9 auf 114,2 Mio. Dollar. Der Gewinn stieg auf 78,3 Mio. Dollar oder 36 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 46,9 Mio. Dollar oder 21 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Check Point Software Technologies

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