Cassini-Huygens: Eine 20jährige unglaubliche Mission der ESA und NASA zum Saturn ist zu Ende gegangen - mit verblüffenden Erkenntnissen

Luft- und Raumfahrt: Kosmologie

Montag, 18. September 2017 18:13

Es war eine der aufregendsten Missionen zur Erforschung des Ursprungs und der frühen Zeit des Sonnensystems der Erde

DLR - Saturn - Cassini Sonde

Die Cassini-Huygens Sonde ist nach 20 Jahren im Weltraum am 15. September 2017 in die Atmosphäre des Saturn eingetaucht und dort verglüht. Die ersten Planungen der Mission reichen in die 1980er Jahre zurück.

Quelle: DLR - Planet Saturn mit Ringsystem

Die Mission

Am 15. Oktober 1997 startete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida) die gemeinsame Mission der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der italienischen Raumfahrtagentur ASI.

Quelle: DLR - Raumsonde Cassini-Huygens

Neben Universitäten und Unternehmen aus der Raumfahrtindustrie beteiligten sich in Deutschland auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Institute der Max-Planck-Gesellschaft an der Mission.

Quelle: DLR - Mondsystem Saturn und Ringe

Die Bodenkontrollstation wurde im NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena eingerichtet. Das Deep Space Network der NASA diente als Bodenempfangsstation.

Quelle: DLR - Ringsysystem Saturn

Die rund 3,3 Mrd. US-Dollar teure Mission bestand aus der Raumsonde Cassini und der seitlich angerachten Einritts-Sonde bzw. des Landers Huygens, die jeweils verschiedene Messinstrumente für Experimente und Untersuchungen an Bord hatten.

Das Ziel der Mission: Der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems, der riesige Gasplanet Saturn und seine zahlreichen Monde, insbesondere der größte Saturn-Mond Titan.

Quelle: DLR - Saturn-Mond Titan

Nach knapp sieben Jahren Reise war es dann soweit und Cassini-Huygens erreichte den Saturn und tauchte in einen Orbit ein.

Um die Sonde auf Geschwindigkeit zu bringen, wurden im Vorfeld Swing-by-Manöver (auch „Fly-by" Manöver genannt) durchgeführt, nahe Vorbeiflüge, die dafür sorgen, dass die Gravitation der Planeten die Sonde beschleunigt.

Quelle: DLR - Cassini-Huygens Mission zum Saturn und Flugmänöver der Sonde

Cassini-Huygens flog dabei zweimal an der Venus und jeweils einmal an der Erde und dem Jupiter vorbei. Geplantes Missionsende war eigentlich der Juli 2008. Aufgrund des großen Erfolges aber wurde sie bis 2017 verlängert.

Ursprünglich war eine Landung von Cassini auf eines der Monde von Saturn geplant. Die Angst auf eine Kontaminierung des Mondes durch Mikroorganismen aber war schließlich zu groß, sodass man sich entschloss, den Orbiter durch einen kontrollierten Absturz und Verglühen auf dem Saturn zu entsorgen.

Quelle: DLR - "Schäfermond" Daphnis und Wellenmacher in der Keeler-Lücke des Saturn-Ringsystems

Cassini

Am 1. Juli 2004 schließlich schwenkte Cassini nach sechs Jahren und neun Monaten Flug in den Saturn-Orbit ein. 13 Jahre lang hatte die Sonde Cassini den Saturn dann umkreist und ihn und seine vielen Monde untersucht.

http://www.esa.int/var/esa/storage/images/esa_multimedia/images/2017/09/science_during_cassini_s_descent/17134482-1-eng-GB/Science_during_Cassini_s_descent_node_full_image_2.jpg

Quelle: ESA - Cassini-Huygens Raumsonde und Instrumente

Neben der Atmosphäre sollte die Raumsonde Cassini- Huygens auch die Magnetosphäre und das geheimnisvollen Ringsystem des Saturns genauer untersuchen und beobachten.

Vom Eismond Titan wurde bei Swing-by-Manövern die Oberfläche kartiert. Nahe Vorbeiflüge gab es auch bei dem Eismond Enceladus sowie die den Monden Dioneapetus, Lapetus und Rhea.

Meldung gespeichert unter: The European Space Agency (ESA)

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