Canadian Solar profitiert vom PV-Boom in China

Solarmodule - Hersteller erholen sich

Donnerstag, 3. April 2014 13:55
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(IT-Times) - Kanadas größter Solarkonzern Canadian Solar hat die Solarkrise gut überstanden. Bereits in 2013 war dem Unternehmen als einer der ersten großen Solarkonzerne der Sprung zurück in die Gewinnzone gelungen. Das Jahr 2014 dürfte trotz eines verhaltenen ersten Quartals 2014 weiteres Wachstum bringen. Analystenhäuser setzen ihre Kursziele für Canadian Solar Aktien weiter nach oben und halten einen Kurs von 50 US-Dollar für erreichbar.

Vor allem aus dem chinesischen Markt erhofft sich Canadian Solar einen weiteren Nachfrageschub, nachdem 43 Prozent der Auslieferungen im vierten Quartal 2013 in China verblieben. Canadian Solar hat zwar seinen Hauptsitz in Kanada, produziert jedoch den Großteil seiner Zellen und Solarmodule im Reich der Mitte.

Großteil der PV-Module bleibt in China
Nachdem die chinesische Regierung das Installationsziel in Sachen Solartechnik für 2014 auf 14 Gigawatt (GW) angehoben hat, rechnet auch Canadian Solar (Nasdaq: CSIQ, WKN: A0LCUY) mit weiteren Aufträgen aus China. Nachdem man in 2013 PV-Projekte mit einer Leistung von 40 Megawatt in China abschließen konnte, wollen die Kanadier in 2014 weitere PV-Projekte mit einer Kapazität von 250 Megawatt in China zum Abschluss bringen.

Um die hohe Nachfrage aus China bewältigen zu können, will Canadian Solar zumindest seine Modulkapazitäten im Reich der Mitte weiter ausbauen. Die Zellkapazitäten sollen vorerst nicht erweitert werden, da Canadian Solar diese Komponenten von chinesischen Zellherstellern bezieht.

Produktionskapazität soll auf 3,0 GW steigen
Um die Investitionskosten für die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten von 2,4 auf 3,0 Gigawatt zu decken, hat Canadian Solar im Februar neue Aktien und Anleihen begeben, wodurch dem Unternehmen rund 256 Mio. US-Dollar zugeflossen sind.

Zudem erhielt Canadian Solar weitere 50,5 Mio. Kanada-Dollar vom Pensions- und Versicherungskonzern Manulife für eine 10-Megawatt-Anlage in Ontario. Insgesamt summiert sich die aktuelle Projekt-Pipeline derzeit auf 1,3 GW, die zum großen Teil in 2014 noch ans Netz gehen sollen. 477 Megawatt dieser Projekte befinden sich in Kanada, 329 MW in Japan und 290 Megawatt in China.

Kurzportrait

Die in Ontario/Kanada ansässige Canadian Solar wurde im Oktober 2001 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahren zum vollintegrierten Solarkonzern entwickelt. Das Unternehmen unterhält nicht nur eine eigene Ingot-Produktion, sondern stellt auch Solarzellen und Module her. Inzwischen hat sich Canadian Solar über ein Joint Venture mit der kanadischen SkyPower in das Projekt-Geschäft vorgewagt.

Vertrieben werden die Produkte nicht nur unter der eigenen Marke Canadian Solar, sondern auch an OEM-Hersteller, die dann die von Canadian Solar produzierten Zellen und Module unter dem eigenen Markennamen verkaufen. Die entsprechenden Module stellt Canadian Solar in seinen chinesischen Fabriken in Suzhou, Changshu und Luoyang her. Verkauft werden die Photovoltaik-Produkte nicht nur in China, sondern weltweit in Ländern wie in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Südkorea, Kanada und in der Tschechien Republik.

Neben mono- und multikristallinen Standard-Modulen produziert Canadian Solar seit März 2008 mit der e-Module Reihe auch spezielle Solarmodule, die auf dem Material Upgraded Metallurgical Grade Silizium (UMGSI) basieren. Die e-Modul Reihe verfügt laut Canadian Solar über durchschnittliche Wirkungsgrade von mehr als 15 Prozent. BIPV-Produkte, die vor allem an Fassaden oder Überdächern zum Einsatz kommen, runden das Produktportfolio von Canadian Solar ab.

Daneben fertigt Canadian Solar aber auch spezielle Solarmodule in Kombination mit verschiedenen Elektrogeräten. Beispielsweise werden auch solarbetriebene Ladegeräte und Gartenbeleuchtungen von Canadian Solar vertrieben, wobei das Unternehmen die entsprechenden Elektronikkomponenten von Drittherstellern bezieht.

Ende 2010 erwarb Canadian Solar 50 Prozent an dem Joint Venture Nernst New Energy (Suzhou) Co in China. Mitte 2012 schloss Canadian Solar ein Joint Venture mit der kanadischen SkyPower, wobei an dem neuen Unternehmen CSI SkyPower beide Firmen einen 50%igen Anteil halten werden. Im März 2014 eröffnete Canadian Solar das Microgrid Test-Center.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2013 meldet Canadian Solar einen Umsatzsprung um 76 Prozent auf 519,5 Mio. US-Dollar. Dabei konnte Canadian Solar (Nasdaq: CSIQ, WKN: A0LCUY) einen Nettogewinn von 20,9 Mio. US-Dollar oder 39 US-Cent je Aktie erwirtschaften, nachdem im Jahr vorher noch ein Verlust von 105 Mio. Dollar oder 2,43 Dollar je Aktie entstand. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Nettogewinn von 41 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Canadian Solar

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