Canadian Solar - erster Solarhersteller auf dem Weg zurück in die Gewinnzone

Solarindustrie - erster Hersteller auf den Weg in die Profitabilität

Mittwoch, 29. Mai 2013 13:49
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(IT-Times) - Kanadas größter Solarkonzern Canadian Solar erfreute seine Aktionäre am Vortag mit positiven Geschäftszahlen. Zwar schreiben die Kanadier nach wie vor rote Zahlen, dennoch ist das Unternehmen auf dem Weg, als einer der ersten Solarmodullieferanten in die Gewinnzone zurückzukehren. Die Aktien legten daraufhin um neun Prozent zu.

In der Hoffnung auf schwarze Zahlen in der zweiten Jahreshälfte hatte sich der Canadian Solar-Aktienkurs im vergangenen Monat nahezu verdoppelt. Canadian Solar (Nasdaq: CSIQ, WKN: A0LCUY) profitierte im jüngsten Quartal vor allem von seiner starken Nachfrage aus Japan.

Canadian Solar reduziert Abhängigkeit von Europa
Insgesamt konnten die Kanadier ihr Absatzvolumen nach Japan um 76 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2013 steigern, zudem verzeichnete Canadian Solar eine starke Nachfrage aus Indien und Thailand. Auch der US-Markt entwickelte sich für die Kanadier positiv. Insgesamt konnte das Unternehmen seine Abhängigkeit vom europäischen Markt deutlich reduzieren.

Das Europa-Geschäft steuerte im jüngsten Quartal weniger als 25 Prozent zum Gesamtumsatz bei, während das Asien-Geschäft für 57 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnete.

Canadian Solar ist seit 2009 in Japan aktiv und erwartet dann auch im zweiten Quartal 2013 eine erhöhte Nachfrage aus Japan, Kanada, USA sowie anderen Schwellenmärkten Asiens.

Canadian Solar visiert höhere Gewinnmargen und niedrigere Kosten an
Durch die hohe Nachfrage die Produktion weiter ausgebaut werden, wodurch die Herstellungskosten weiter sinken und so die Bruttomargen weiter steigen sollen.

Schon für das laufende zweite Quartal 2013 visiert Canadian Solar Bruttomargen von 9,0 bis 11,0 Prozent an, nach 9,7 Prozent im jüngsten Quartal. Für eigene Projekte, die das Unternehmen entwickelt und an TransCanada veräußert, visiert Canadian Solar weiterhin höhere Bruttomargen in Höhe von 20 bis 25 Prozent an.

Ziel ist es daneben, die Produktionskosten bei Solarmodulen zum Jahresende auf 0,50 bis 0,52 US-Dollar pro Watt zu drücken, heißt es aus dem Management. Dies soll nicht zuletzt durch den Produktionsausbau erreicht werden.

Nachdem Canadian Solar im vierten Quartal 2012 und im ersten Quartal 2013 pro Monat 70-Megawatt an Solarzellen produziert hat, soll das Produktionsvolumen im Zellbereich im Juni auf 100 Megawatt pro Monat klettern.

Kurzportrait

Die in Ontario/Kanada ansässige Canadian Solar wurde im Oktober 2001 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahren zum vollintegrierten Solarkonzern entwickelt. Das Unternehmen unterhält nicht nur eine eigene Ingot-Produktion, sondern stellt auch Solarzellen und Module her. Inzwischen hat sich Canadian Solar über ein Joint Venture mit der kanadischen SkyPower in das Projekt-Geschäft vorgewagt.

Vertrieben werden die Produkte nicht nur unter der eigenen Marke Canadian Solar, sondern auch an OEM-Hersteller, die dann die von Canadian Solar produzierten Zellen und Module unter dem eigenen Markennamen verkaufen. Die entsprechenden Module stellt Canadian Solar in seinen chinesischen Fabriken in Suzhou, Changshu und Luoyang her. Verkauft werden die Photovoltaik-Produkte nicht nur in China, sondern weltweit in Ländern wie in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Südkorea, Kanada und in der Tschechien Republik. Vertrieben werden die Produkte dabei sowohl über Händler, als auch über Systemintegratoren.

Neben mono- und multikristallinen Standard-Modulen produziert Canadian Solar seit März 2008 mit der e-Module Reihe auch spezielle Solarmodule, die auf dem Material Upgraded Metallurgical Grade Silizium (UMGSI) basieren. Die e-Modul Reihe verfügt laut Canadian Solar über durchschnittliche Wirkungsgrade von mehr als 15 Prozent. BIPV-Produkte, die vor allem an Fassaden oder Überdächern zum Einsatz kommen, runden das Produktportfolio von Canadian Solar ab.

Daneben fertigt Canadian Solar aber auch spezielle Solarmodule in Kombination mit verschiedenen Elektrogeräten. Beispielsweise werden auch solarbetriebene Ladegeräte und Gartenbeleuchtungen von Canadian Solar vertrieben, wobei das Unternehmen die entsprechenden Elektronikkomponenten von Drittherstellern bezieht.

Ende 2010 erwarb Canadian Solar 50 Prozent an dem Joint Venture Nernst New Energy (Suzhou) Co in China. Mitte 2012 schloss Canadian Solar ein Joint Venture mit der kanadischen SkyPower, wobei an dem neuen Unternehmen CSI SkyPower beide Firmen einen 50%igen Anteil halten werden.

Zahlen

Meldung gespeichert unter: Canadian Solar

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