CA schwebt auf Wolke sieben - letztes Puzzlestück übernommen

Mittwoch, 8. September 2010 13:08
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(IT-Times) - Dem US-Softwarespezialisten CA Technologies (Nasdaq: CA, WKN: A0JC59) kann es derzeit nicht schnell genug gehen. Mit aller Macht drängt das Unternehmen in den Cloud Computing Markt, um sich rechtzeitig eine führende Position in diesem Wachstumsmarkt zu sichern. Nach der Übernahme von 3Tera, Oblicore, NetQoS, Cassat und Nimsoft, schluckte CA Ende August den Authentifizierungs- und Sicherheitsspezialisten Arcot Systems für 200 Mio. US-Dollar.

CA fügt seiner Strategie weiteres Puzzlestück hinzu
Damit sichert sich CA ein weiteres Puzzlestück in seiner Cloud Computing Strategie, nachdem sich das US-Softwarehaus Mitte August bereits den Cloud Computing Berater 4Base einverleibt hat. Mit der Übernahme von Arcot will CA vor allem sein Siteminder-Produktportfolio ergänzen und Sicherheitslösungen künftig als Software-as-a-Service (SaaS) Lösung liefern.

Arcots Produkte haben bereits 120 Millionen Identitäten verifiziert. Gleichzeitig stellen Arcot-Produkte Betrugsprävention bei einer Million Kreditkartentransaktionen täglich sicher. Ferner wurden dem Unternehmen inzwischen 35 Patente im Zusammenhang mit Web-Betrugspräventionslösungen zugesprochen, wobei Arcot mit dem Kreditkartenanbieter Visa das 3D-Sicherheitsprotokoll für sichere Online-Zahlungen mitentwickelt hat.

CA verfolgt klare Vision - Geschäft mit Managed Services im Vordergrund
Äußerst positiv bewerten Marktforscher und Analysten aus dem Hause Trac Research die jüngsten Schachzüge des Unternehmens. Vor allem die Übernahme des Cloud Spezialisten Nimsoft für 350 Mio. Dollar habe die Marktstellung CAs im mittleren Marktsegment sofort verbessert, so die Analysten. In den vergangenen zwei Jahren habe es das Unternehmen geschafft, seine Reputation zu ändern.

In der Vergangenheit wurde CA oft als Unternehmen wahrgenommen, dass Zukäufe tätigt, um seinen Umsatz zu steigern. Inzwischen gilt CA als ein Anbieter, der eine klare Vision verfolgt, schreiben die Trac Research Experten. Mit der Übernahme von Arcot dürfte CA ein weiteres wichtiges Puzzleteil erworben haben, welches die Vision als Ganzes in einem neuen Licht erscheinen lässt. Durch die jüngsten Zukäufe ist CA in der Lage, sein Managed Service Provider Geschäft weiter auszubauen, glauben die Analysten.

Hintergrund ist das enorme Wachstumspotential, das Marktforscher dem Cloud Computing Markt zusprechen. IDC-Marktforscher schätzen, dass die IT-Ausgaben in diesem Bereich von 17 Mrd. US-Dollar in 2009, auf 45 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013 klettern werden. Davon profitieren dürfte - nicht zuletzt durch die jüngsten Zukäufe - das US-Softwarehaus CA Technologies…

Kurzportrait

CA Technologies, vormals bekannt unter dem Namen Computer Associates, gegründet im Jahre 1976 von Charles Wang, Judy Cedeno und Russell Artzt, befasst sich seit seiner Gründung mit der Entwicklung von Computer-Software. Wang baute die einstige Garagenfirma kontinuierlich zu einem weltweit operierenden Softwarehaus aus, welches heute weit über 800 verschiedene Software-Produkte anbietet. Das Produktsortiment umfasst inzwischen nicht nur Sicherheitssoftware (CA Access Control, CA SiteMinder, CA Identity Manager und CA Single Sign-On), sondern auch Netzwerk- und Identity-Management- und eBusiness-Lösungen. Kernschwerpunkte sind dabei Infrastruktur-Management, Projekt- und Portfolio-Management, Sicherheits- und Service-Management, sowie Application Performance Management, aber auch Data Center Automation-, Virtualisierungs- sowie Cloud Computing Lösungen.

Die Gesellschaft mit Sitz in Islandia/New York, kann auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Im Jahre 1981 hatte CA bereits 20 Softwareanwendungen in seinem Produktangebot. In diesem Jahr erfolgte auch der Börsengang. Im Jahre 1987 erfolgte bereits die Übernahme der Firma UCCEL, zwei Jahre später wurde das Technologie-Unternehmen ADR übernommen. Im Jahre 1994 folgte ein weiterer Meilenstein mit der Übernahme der ASK Group, woraus neue Produkte im Bereich der rationalen Datenbanken hervorgingen. Im Jahre 1995 sorgte das Unternehmen durch die Übernahme des Softwarehauses Legent für Aufsehen.

Im Jahre 1996 folgte die Übernahme des Softwareentwicklers Cheyenne Software, der unter anderem die mehrfach ausgezeichneten Anwendungen ARCserve und InocuLAN entwickelte. Zwei Jahre später folgte eine Reihe von weiteren Firmenzukäufen. So wurden REALOGIC, LDA Systems, Aventura Systems ASA und Computer Management Sciences, als auch die 3D-Softwareentwickler Viewpoint DataLabs und 3Name3D aufgekauft. Im Jahre 1999 und 2000 folgten mit der Übernahme von Platinum Technology und Sterling Software erneut eine Reihe größerer Übernahmen in der Softwareindustrie. Im Jahr 2004 verstärke sich CA im Sicherheitsbereich, durch die Übernahme von PestPatrol und den Aufkauf von Netegrity. Im Frühjahr 2005 übernahm CA den Netzwerk-Management-Spezialisten Concord Communications. Gleichzeitig wurde der Firewall-Spezialist Tiny Software aufgekauft. Im Jahr 2006 folgten mit Cendura, MDY, Cybermation und XOSoft weitere Zukäufe. Im Oktober 2008 kaufte CA den Spezialisten IDFocus und dessen Management-Technik ACE. Im November folgte die Übernahme von Eurekify, wobei CA Anfang 2009 seine Einkaufstour weiter fortsetzte und den Identity-Spezialisten Orchestria übernahm. Ende 2009 folgte die Übernahme von NetQoS, wobei CA mit Cassad, Oblicore, 3Tera, Nimsoft, 4Base und Arcot Systems in 2010 weitere Unternehmen hinzukaufte.

Heute beschäftigt das Unternehmen über 18.000 Mitarbeiter und deckt von Datenbanklösungen bis hin zu eBusiness- und Sicherheitslösungen nahezu alle Softwarebereiche ab. Zuletzt hat sich das Unternehmen in fünf Kerngeschäftsbereiche (Enterprise Systems Management, Security Management, Business Services Optimization, CA Products Group und Storage Management) reorganisiert.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet CA einen Umsatzanstieg um fünf Prozent auf 1,09 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 1,04 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Dabei verbuchte CA einen Nettogewinn von 217 Mio. Dollar oder 42 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 195 Mio. Dollar oder 37 US-Cent je Aktie in der Vorjahresperiode.

Ausgenommen etwaiger Sonderbelastungen konnte CA einen Nettogewinn von 45 US-Cent je Aktie melden und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 1,06 Mrd. Dollar sowie einen Nettogewinn von 42 US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: CA Technologies

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