CA drängt in den Cloud Computing Markt

Freitag, 12. März 2010 13:13
CA Technologies

(IT-Times) - Der US-Softwareentwickler und IT-Management-Spezialist CA (Nasdaq: CA, WKN: A0JC59) bleibt weiter auf Einkaufstour. Die Übernahme von Nimsoft ist bereits der fünfte Zukauf von CA binnen eines Jahres.

Zuvor schluckte CA bereits die Spezialisten Oblicore, NetQoS, sowie den Cloud Computing-Spezialisten Cassatt. Im Februar 2010 kaufte CA den Cloud-Spezialisten 3Tera, wobei das Unternehmen nunmehr die Übernahme von Nimsoft für 350 Mio. Dollar bekannt gab. Auch Nimsoft ist ein Spezialist im Bereich Cloud Computing-Segment und soll dem Unternehmen dabei helfen, einen Milliardenmarkt zu erschließen.

CA kauft fünftes Unternehmen in 12 Monaten
Nimsoft ist zugleich auch der größte Zukauf von CA seit der Übernahme von Wily Technology im Jahr 2006, die sich CA rund 375 Mio. Dollar kosten ließ. Der Übernahmepreis scheint gerechtfertigt, wirft man einen Blick auf die Wachstumszahlen des Cloud-Spezialisten. Allein in 2009 konnte Nimsoft trotz Wirtschafts- und Finanzkrise um 32 Prozent wachsen und einen Umsatz von 54 Mio. Dollar erzielen. Dabei genierte Nimsoft in jedem der vergangenen vier Quartale einen positiven Cashflow.

Nimsoft-Chef Gary Read zeigt sich froh, mit CA einen starken Partner gefunden zu haben, denn der Cloud Computing Markt bewegt sich derzeit sehr schnell und bei Nimsoft war die Befürchtung groß, dass man mit diesem Tempo nicht mehr Schritt halten kann.

Tatsächlich ist der Cloud Computing Markt im vergangenen Jahr nach Prognosen der Marktforscher aus dem Hause Gartner um über 21 Prozent auf mehr als 56 Mrd. US-Dollar gewachsen. Für die kommenden Jahre rechnen die Gartner-Marktforscher dann mit einem explosionsartigem Wachstum, wobei der Markt für Cloud Services im Jahr 2013 schon ein Volumen von 150 Mrd. Dollar erreichen soll.

CA will zum führenden Cloud Management Anbieter aufsteigen
Kein Wunder dass Unternehmen wie CA große Möglichkeiten im Bereich Management und Optimierung von virtuellen Umgebungen und Cloud Computing Services sehen. Der spezielle Bereich für Cloud Application Services ist dabei nach Angaben von Gartner zwei Mal so groß wie der Teilbereich für Systeminfrastrukturen, der in 2009 lediglich für sechs Prozent des Cloud Computing Marktes verantwortlich zeichnete.

CA ist jedoch nicht allein in diesem Markt. Auch große IT-Konzerne wie HP und IBM versuchen sich mit einem eigenem Angebot in diesem Markt zu etablieren. Zudem steht CA hier im direkten Wettbewerb mit einer Reihe kleinerer Spezialisten wie Quest Software, Uptime Software und ScienceLogic.

Marktbeobachter erwarten daher eine weitere Konsolidierung in der Branche. CA lässt dabei keinen Zweifel daran, dass man dabei eine führende Rolle spielen will. CA-Manager deuten weitere Zukäufe im Cloud-Bereich an, wobei man durch eine Kombination aus organischen Wachstum und Akquisitionen zum führenden Anbieter im Cloud Management Bereich aufsteigen will, so CA Strategie-Manager Stephen Elliot.

Kurzportrait

CA, vormals bekannt unter dem Namen Computer Associates, gegründet im Jahre 1976 von Charles Wang, Judy Cedeno und Russell Artzt, befasst sich seit seiner Gründung mit der Entwicklung von Computer-Software. Wang baute die einstige Garagenfirma kontinuierlich zu einem weltweit operierenden Softwarehaus aus, welches heute weit über 800 verschiedene Software-Produkte anbietet. Das Produktsortiment umfasst inzwischen nicht nur Sicherheitssoftware, sondern auch Netzwerk- und Identity-Management- und eBusiness-Lösungen. Kernschwerpunkte sind dabei Infrastruktur-Management, Projekt- und Portfolio-Management, Sicherheits- und Service-Management, sowie Application Performance Management, aber auch Data Center Automation- und Virtualisierungslösungen.

Die Gesellschaft mit Sitz in Islandia/New York, kann auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Im Jahre 1981 hatte CA bereits 20 Softwareanwendungen in seinem Produktangebot. In diesem Jahr erfolgte auch der Börsengang. Im Jahre 1987 erfolgte bereits die Übernahme der Firma UCCEL, zwei Jahre später wurde das Technologie-Unternehmen ADR übernommen. Im Jahre 1994 folgte ein weiterer Meilenstein mit der Übernahme der ASK Group, woraus neue Produkte im Bereich der rationalen Datenbanken hervorgingen. Im Jahre 1995 sorgte das Unternehmen durch die Übernahme des Softwarehauses Legent für Aufsehen. Mit 1,74 Mrd. Dollar war dies die größte Übernahme in der damaligen Softwareindustrie. Im Jahre 1996 folgte die Übernahme des Softwareentwicklers Cheyenne Software, der unter anderem die mehrfach ausgezeichneten Anwendungen ARCserve und InocuLAN entwickelte. Zwei Jahre später folgte eine Reihe von weiteren Firmenzukäufen. So wurden REALOGIC, LDA Systems, Aventura Systems ASA und Computer Management Sciences, als auch die 3D-Softwareentwickler Viewpoint DataLabs und 3Name3D aufgekauft. Im Jahre 1999 und 2000 folgten mit der Übernahme von Platinum Technology und Sterling Software erneut eine Reihe größerer Übernahmen in der Softwareindustrie. Im Jahr 2004 verstärke sich CA vor allem im Sicherheitsbereich, durch die Übernahme von PestPatrol und den Aufkauf von Netegrity. Im Frühjahr 2005 übernahm CA den Netzwerk-Management-Spezialisten Concord Communications. Gleichzeitig wurde der Firewall-Spezialist Tiny Software aufgekauft. Im Jahr 2006 folgten mit Cendura, MDY, Cybermation und XOSoft weitere Zukäufe. Im Oktober 2008 kaufte CA den Spezialisten IDFocus und dessen Management-Technik ACE. Im November folgte die Übernahme von Eurekify, wobei CA Anfang 2009 seine Einkaufstour weiter fortsetzte und den Identity-Spezialisten Orchestria übernahm. Ende 2009 folgte die Übernahme von NetQoS, wobei CA mit Cassad, Oblicore, 3Tera und mit Nimsoft weitere Unternehmen hinzukaufte.

Heute beschäftigt das Unternehmen über 18.000 Mitarbeiter und deckt von Datenbanklösungen bis hin zu eBusiness-Lösungen nahezu alle Softwarebereiche ab. Zuletzt hat sich das Unternehmen in fünf Kerngeschäftsbereiche (Enterprise Systems Management, Security Management, Business Services Optimization, CA Products Group und Storage Management) reorganisiert.

Zahlen

Für das vergangene Dezemberquartal meldet CA einen Umsatzanstieg um acht Prozent auf 1,13 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 1,04 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Die übernommene NetQoS steuerte dabei zehn Mio. Dollar zum Gesamtumsatz bei, wie es heißt. Der Nettogewinn kletterte um 24 Prozent auf 257 Mio. Dollar oder 49 US-Cent je Aktie, nach einem Plus von 208 Mio. Dollar oder 39 US-Cent je Aktie in der Vorjahresperiode.

Ausgenommen außergewöhnlicher Einmalfaktoren konnte CA einen Nettogewinn von 43 US-Cent je Aktie realisieren und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 1,1 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 42 US-Cent je Aktie gerechnet.

Während die Nordamerika-Erlöse um sieben Prozent auf 655 Mio. Dollar anzogen, schrumpfte das internationale Geschäft um ein Prozent auf 473 Mio. Dollar. Insgesamt konnte CA im jüngsten Quartal einen positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 342 Mio. Dollar erwirtschaften.

Meldung gespeichert unter: CA Technologies

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