BVDW: Digitale Wirtschaft auch 2011 auf deutlichem Wachstumskurs

Donnerstag, 20. Januar 2011 09:55
BVDW

Drei Viertel der Unternehmen rechnen 2011 mit Umsatzplus / Weitere Zunahme der Mitarbeiterzahlen erwartet 

Düsseldorf/Hamburg, 20. Januar 2011 - Die digitale Wirtschaft ist auch 2011 weiter auf deutlichem Wachstumskurs. Dies gibt der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. heute auf seinem Neujahrsempfang im Business Club Hamburg bekannt. So rechnen 2011 mehr als drei Viertel der Unternehmen der Online-Branche mit einem Umsatzzuwachs. Schon 2010 konnten rund zwei Drittel ein Umsatzplus verbuchen. Auch die Mitarbeiterzahlen sollen weiter steigen: Nachdem 2010 weit mehr als jedes zweite Unternehmen mehr Mitarbeiter eingestellt hat als im Vorjahr, erwarten zwei Drittel eine erneute Zunahme der Beschäftigungsverhältnisse in 2011. Dies geht aus der BVDW-Umfrage "Trend in Prozent" zum Thema "Trends der digitalen Wirtschaft 2011" hervor. Zwei Wochen lang wurden schwerpunktmäßig Unternehmen der digitalen Wirtschaft befragt. Insgesamt sind über 100 Fragebögen in die Auswertung eingeflossen. Weitere Informationen auf der BVDW-Website unter www.bvdw.org.

Positive Beschäftigungssituation
"Die digitale Wirtschaft konnte ihre Position in den letzten zwei Jahren ausbauen und schreitet als Motor für klassische Wirtschaftsbereiche in das Jahr 2011. Eine positive Entwicklung der Umsätze zeichnete sich schon 2010 ab, so dass wir dieses Jahr mit weiterem Wachstum in allen Online-Bereichen rechnen. Dies lässt sich auch anhand der guten Beschäftigungssituation verdeutlichen, die in 2011 voraussichtlich sogar wieder zu Engpässen im Fachkräftemarkt führen wird", sagt BVDW-Präsident Arndt Groth (Adconion Media Group).

Online mit höchster Wachstumsrate
Laut der BVDW-Umfrage sehen 94 Prozent das Internet auch 2011 als das Medium mit der höchsten Wachstumsrate an. Bei den klassischen Segmenten Print, TV und Radio wird dagegen wie im Vorjahr größtenteils mit Stagnation oder Abschwung gerechnet. Zu den wichtigsten Trendthemen des Jahres 2011 gehören Mobile, Social Media und Bewegtbild, gefolgt von Online Behavioural Advertising (OBA) und Markenbildung im Web.

Weitere Statements des BVDW-Präsidiums zu den Trends der digitalen Wirtschaft 2011:

Burkhard Leimbrock (iconmobile), BVDW-Vizepräsident:
"Die Anzahl der Smartphones und die Nutzung des mobilen Internets wird auch 2011 weiter stark ansteigen. Dafür sorgen neue attraktive Endgeräte und Tablets, Daten-Flatrates und ein immer größer werdendes Angebot an mobile Sites und Applications, die dem Konsumenten die Nutzung erleichtern. Diese Entwicklung führt dazu, dass im wachsenden Mobile Marketing-Bereich auch weiterhin neue Startups, mehr Umsätze und neue Werbeformen entstehen. Die Einführung neuer Technologien wie LTE (Long Term Evolution) werden 2011 schrittweise für noch schnellere Übertragungsraten sorgen."

Matthias Ehrlich (United Internet Media), BVDW-Vizepräsident:
"Online hat auch im vergangenen Jahr seinen Anteil am Werbemarkt weiter ausgebaut und wird bald die Zeitungen von Platz zwei unter den Werbemedien verdrängen. Technologiegetriebene Effizienz ist zum dominierenden Media-Asset geworden - und kein Medium verfügt über vergleichbare Effizienzpotenziale wie das Internet, das mit seiner Rückkanalfähigkeit völlig neue Möglichkeiten der präzisen Aussteuerung von Media bietet. Die werbetreibende Industrie hat dies erkannt und reagiert darauf. Zugleich hat sich Werbung als kommerzieller Wachstumstreiber des Online-Marktes etabliert und wird diese Funktion auch in den angrenzenden digitalen Medien ausüben. Mit der finanziellen und strukturellen Schubkraft der Online-Werbung entwickelt sich das Internet zum Rückgrat der Medienindustrie."

Dirk Kedrowitsch (Pixelpark), BVDW-Vizepräsident:
"2011 gibt es keine Ausreden mehr. Erfolgreiche Marketingkommunikation basiert auf zielorientierten und performanceoptimierten Strategien. Auf kreative Konzepte mit dem besten Mix aus Online und Offline. Auf Lösungen, die nicht nur Kampagnenwerte, sondern Unternehmenswerte schaffen. 2011 wird ein Jahr der Ergebnisse!"

Harald R. Fortmann (Yellow Tomato), BVDW-Vizepräsident:
"Auch 2011 wird sowohl Suchmaschinenwerbung als auch -optimierung eine bedeutende Rolle für Unternehmen spielen. Suchmaschinen sind und bleiben zentraler Einstiegsort für den Großteil der Internetnutzer. Der Kampf um die besten Platzierungen wird sich daher weiter verstärken und somit auch die Ausgaben der Werbungtreibenden. Wer dagegen als Marke oder Online-Shop nur schwer auffindbar ist, schwächt damit nicht nur sich selbst, sondern stärkt gleichzeitig auch die Konkurrenz."

Christoph N. von Dellingshausen (Consulting von Dellingshausen), BVDW-Vizepräsident:
"Der E-Commerce hat sich zum Treiber des kompletten Versandhandels entwickelt. Immer mehr Produkte werden zunehmend online geordert - dies gilt nicht nur für Online-Bestseller wie Elektronik, Musik, Filme und Bücher sondern auch für Reisen, Mode und sogar Lebensmittel. 2011 wird der Handel über das Internet weiter zulegen und der Anspruch der Kunden an einen Online-Shop steigen."

 
Beteiligung der Wirtschaftszweige an der BVDW-Umfrage
Folgende Wirtschaftszweige der digitalen Branche haben sich an der BVDW-Umfrage "Trend in Prozent" beteiligt: 29 Prozent Agenturen mit Schwerpunkt Online-Werbung, 24 Prozent Internet-Dienstleister, zwölf Prozent Online-Vermarkter, acht Prozent Portalbetreiber, Verleger beziehungsweise Publisher, sieben Prozent Online-Händler sowie 20 Prozent aus sonstigen Bereichen.

Die komplette Auswertung erhalten BVDW-Mitglieder im geschlossenen MyBVDW-Bereich auf der Website unter www.bvdw.org.


Weitere Informationen auf Anfrage sowie unter www.bvdw.org.

Bildmaterial auf dem BVDW-Presseserver unter:
www.bvdw.org/presseserver/bvdw_digitale_trends_2011/


Kontakt:
Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
Berliner Allee 57, 40212 Düsseldorf
www.bvdw.org

Ansprechpartner für die Presse:
Ingo Notthoff, Pressesprecher
Tel: +49 (0)211 600456-25, Fax: -33
notthoff@bvdw.org


Über den BVDW
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die Interessenvertretung für Unternehmen im Bereich interaktives Marketing, digitale Inhalte und interaktive Wertschöpfung. Der BVDW ist interdisziplinär verankert und hat damit einen ganzheitlichen Blick auf die Themen der digitalen Wirtschaft. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Medien transparent zu machen und so den Einsatz in der Gesamtwirtschaft, Gesellschaft und Administration zu fördern. Im ständigen Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen stehend unterstützt der BVDW ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die dynamische Entwicklung der Branche. Die Summe aller Kompetenzen der Mitglieder, gepaart mit den definierten Werten und Emotionen des Verbandes, bilden die Basis für das Selbstverständnis des BVDW. Wir sind das Netz.

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