Bundesnetzagentur senkt die Preise für Vorleistungen der Telekom

Donnerstag, 1. Juli 2010 13:26
BREKO

Bonn, 01. Juli 2010 – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat gestern die Einmalentgelte für die Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL, die sogenannte "letzte Meile") neu festgelegt. Den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung muss die Telekom Deutschland ihren Wettbewerbern aufgrund regulatorischer Auflagen anbieten. Die Gebühren für dieses Vorleistungsprodukt werden im Rahmen eines Antragsverfahrens turnusgemäß neu festgelegt. Die Bundesnetzagentur hat die ab dem 1. Juli gültigen Entgelte bis Ende Juni 2012 genehmigt.

Die TAL-Einmalentgelte sind Gebühren, die für Schaltungsarbeiten und Verwaltungstätigkeiten bei der Übergabe einer Teilnehmeranschlussleitung an einen Konkurrenten der Telekom in Rechnung gestellt werden können. Nach der heutigen Entscheidung der Bundesnetzagentur sinkt die Gebühr für die Schaltung einer Teilnehmeranschlussleitung ohne Arbeiten vor Ort von 35,70 Euro auf 30,83 Euro. Die Neuschaltung einer Anschlussleitung (Zweidraht hochbitratig) ohne Arbeiten am Kabelverzweiger und mit Arbeiten beim Kunden kann zukünftig mit 53,35 Euro berechnet werden. Die Entgelte wurden zuletzt im Juni 2008 festgelegt. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt die Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Einmalentgelte zum 01. Juli 2010 zu senken. Die Telekom Deutschland hatte bei der Bundesnetzagentur höhere TAL-Entgelte als die bisher geltenden beantragt. Die Bundesnetzagentur reduzierte die Einmalentgelte dennoch teilweise deutlich (zwischen 1 Prozent und 14 Prozent).

"Die Absenkung berücksichtigt angemessen die mittlerweile erreichten beträchtlichen Effizienzsteigerungen, erklärt BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. Die durch Effizienzsteigerungen erzielten Kostenvorteile erreicht die Telekom durch die Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern. Folgerichtig sind erzielte Kostenvorteile auch an Wettbewerber weiterzugeben, soweit es Preise für die Vorprodukte betrifft. "Mit der Reduktion der TAL-Einmalentgelte hat die Bundesnetzagentur ein deutliches Zeichen für den Wettbewerb, auch hinsichtlich des Breitbandausbaus in unversorgten Gebieten, gesetzt", ergänzt BREKO Geschäftsführer Albers.

Über den BREKO

BREKO ist ein im Jahre 1999 gegründeter Zusammenschluss von Festnetzbetreibern, der sich zum Ziel gesetzt hat, faire Wettbewerbsbedingungen in einem liberalisierten Telekommunikationsmarkt zu schaffen. Die derzeit rund 50 Mitgliedsunternehmen beschäftigen ca. 56.000 Mitarbeiter, investierten rund 1,3 Mrd. EUR und erwirtschaften einen Umsatz in Höhe von etwa 7 Mrd. EUR (Angaben bezogen auf das Wirtschaftsjahr 2009). Weitere Informationen unter www.brekoverband.de .  

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