BREKO: TAL-Preisabsenkung fördert Ausbau im ländlichen Raum

Donnerstag, 12. Februar 2009 17:24
BREKO

BREKO hält neuen Glasfaserverband für nicht erforderlich

Bonn, den 12.02.09, Gelassen sieht der BREKO die Gründung eines weiteren Telekommunikationsverbandes. Die Unternehmen NetCologne und M-net gaben gestern die Gründung eines „Bundesverbandes Glasfaseranschluss“ bekannt. BREKO hält einen neuen Glasfaser-Verband schlicht für überflüssig und unter dem Gesichtspunkt der Bündelung von Interessen infrastrukturbasierter Anbieter auch für schädlich.

„Die Interessen von Unternehmen, die in Glasfasernetze investieren wollen, werden durch den BREKO seit jeher gut und kompetent vertreten“, sagt Rainer Lüddemann, Geschäftsführer des BREKO. „Im übrigen verstärke die Gründung einer Interessenvertretung nur für einige wenige Anbieter in den Ballungsräumen die Tendenz einer digitalen Spaltung. Während der Ausbau in den Ballungsgebieten auf mehr als 50 Mbit angeheizt werde, bestehe in den ländlichen Regionen die Gefahr einer Remonopolisierung durch die Deutsche Telekom AG (DTAG).“ Dem muss die Regulierung entgegenwirken. Entscheidend hierfür sind faire Zugangsbedingungen zum Anschlussnetz der DTAG. Indikator hierfür ist das laufende Genehmigungsverfahren zum Entgelt für die „letzte Meile“. Hierzu findet morgen eine Anhörung bei der Bundesnetzagentur statt. Im Gegensatz zur DTAG und den Kabelnetzbetreibern verfügen die TALWettbewerber nicht über abgeschriebene Infrastrukturen. Diese beiden Hauptkonkurrenten können weit geringere Kosten für die Anschlussnetze kalkulieren, während der TAL-Wettbewerb immer noch mit zu hohen Zugangsentgelten konfrontiert ist. „Das Entgelt für die TAL kommt vollständig der Deutschen Telekom zugute. Da diese angekündigt hat, ab 2014 Hauptverteiler abzubauen und nicht mehr in ihr bestehendes Anschlussnetz zu investieren, stehen ihr erhebliche Mittel zur Verfügung, um den VDSL-Ausbau in den wettbewerbsintensiven Ballungsräumen zu subventionieren. Der ländliche Raum hat davon nichts“, so Lüddemann.

Gerade in der aktuellen Diskussion über eine Rückführung der Regulierung gegenüber der DTAG sei eine möglichst geschlossene Vertretung der Interessen infrastrukturbasierter Unternehmen erforderlich. BREKO wird sich in diesem Sinne wie bisher als seriöser und kompetenter Ansprechpartner für Politik, Presse und die Entscheidungsträger in den deutschen und europäischen Regulierungsinstitutionen präsentieren.

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