BMC Software bleibt auf Einkaufstour

Mittwoch, 6. Juni 2007 00:00

(IT-Times) Der US-Softwareentwickler BMC Software (NYSE: BMC, WKN: 875716) konnte im jüngsten Quartal mit soliden Zahlen aufwarten und die Erwartungen des Marktes einmal mehr erfüllen. Gleichzeitig stellt BMC für das laufende Fiskaljahr 2008 einen deutlich höheren Cashflow in Aussicht.

Nachdem man im Fiskaljahr 2007 bereits einen Cashflow von 420 Mio. Dollar erwirtschaften konnte, soll sich dieser im laufenden Fiskaljahr auf 475 bis 525 Mio. Dollar verbessern. Dies will BMC unter anderem durch die Konzentration auf zwei Geschäftsbereiche erreichen. Gleichzeitig hofft man auf eine weiter steigende Nachfrage im Gesamtmarkt Business Service Management (BSM). Die Automatisierung der IT-Prozesse dürfte weiter voranschreiten, wobei Firmen durch den Einsatz entsprechender Software ihre Produktivität, Produktqualität und Effizienz noch weiter steigern werden. Genau hier will BMC mit seinen Lösungen ansetzen und auch in Zukunft die richtigen Produkte und Services für seine Kunden bereitstellen.

BMC kauft weiter zu

In der Vergangenheit hat dies bereits recht gut funktioniert, wie die Marktforscher aus dem Hause Forrester Research dem Unternehmen bescheinigen. In den vergangenen Jahren sei es BMC Software gelungen, sich im BSM-Markt als führender Anbieter durch Akquisitionen wie Remedy und IT Masters zu etablieren, heißt es im jüngsten Report der Marktforscher.

Nachdem man bereits in den vergangenen Jahren gezielt zugekauft hat, schlug man Ende Mai erneut zu. Mit ProactiveNet schluckte BMC einen kalifornischen Softwarehersteller, der sich auf die Identifizierung und Lösung von IT-Problemen spezialisiert hat. Mit Hilfe der ProactiveNet-Konsole lassen sich über das Web von jedem Ort aus IT-Operationen überwachen. Die Lösung gilt derzeit als die technisch fortschrittlichste Lösung für IT-Frühwarnsysteme. BMC geht davon aus, dass die Übernahme der Gesellschaft mit 120 Mitarbeitern Ende Juni abgeschlossen werden kann.

Kurzportrait

Das im Jahre 1980 gegründete Softwarehaus BMC Software kann auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken. Ansässig in Houston, gilt BMC Software als eines der größten unabhängigen Softwarehäuser weltweit, welches sich auf die Entwicklung von Software zur Optimierung von Unternehmensabläufen spezialisiert hat. BMC-Software soll vor allem unternehmenskritische Funktionen, wie die Wiederherstellung von Daten, Speicher-Management und Datenbank-Performance optimieren. Hierfür stellt BMC mehr als 450 Softwarewerkzeuge bereit, welche unter anderem Unternehmensserver verwalten und andere administrative Aufgaben übernehmen. Insgesamt erwirtschaftet das Softwarehaus nahezu 50 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der USA.

BMC vertreibt dabei seine Software nicht nur über internationale Niederlassungen in Lateinamerika, Asien, Europa und Skandinavien, sondern auch über Systemintegratoren, Händler und OEM-Partner. Insgesamt hält das Unternehmen mehr als drei Dutzend Software-Patente und gilt als Pionier in Sachen Application-Management. Auch im Bereich für das SAN-Speichermanagement gilt das Unternehmen mit seinem Produktsortiment als einer der führenden Anbieter. Um seine Produkte weiter zu entwickeln, arbeitet das Unternehmen mit Technologiepartnern wie mit EMC, IBM, Microsoft, Oracle, PSAP und Sun Microsystems zusammen. Zu den weltweit mehr als 10.000 Firmenkunden zählen unter anderem Accenture, BBVA, Dow Corning, First Union, HomeDepot und Target. Insgesamt vertrauen nach Angaben der Gesellschaft 80 Prozent der Fortune 500 Unternehmen auf Software aus dem Hause BMC.

BMC Software konnte in den vergangenen 21 Jahren auch durch Akquisitionen wachsen. Ursprünglich als Zwei-Produktunternehmen gestartet, entwickelte sich BMC Software schnell zu einem globalen Anbieter von Management-Softwarelösungen für Firmenkunden. So wurden in den Jahren 1994 bis 1999 mit Patrol Software, BGS Systems, Boole & Babbage, sowie New Dimension Software vier Softwareentwickler übernommen. Im Zuge des Software-Booms in den späten 90er Jahren wurden im Jahr 2000 die Firmen Evity, OptiSystems Solutions und Sylvain Faust aufgekauft. Im März 2001 folgte dann die Übernahme von Perform SA. Im Jahr 2002 übernahm BMC den kalifornischen Softwarespezialisten Remedy, später folgte die Akquisition von IT Masters International. Anfang 2004 kaufte BMC den US-Softwarespezialisten Marimba. Im Jahr 2005 verstärkte sich BMC im Bereich Service-Management durch die Übernahme von KMXperts, nachdem zuvor bereits der Web-Zugangsspezialist OpenNetwork und Calendra übernommen wurden. Anfang 2006 übernahm BMC den Diagnose-Softwareanbieter Identify Software. Im Frühjahr 2007 kaufte BMC den Management-Spezialisten ProactiveNet.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal meldet BMC einen Umsatzanstieg auf 419,4 Mio. US-Dollar, nach Einnahmen von 407,9 Mio. Dollar im Jahr vorher. Der Gewinn kletterte dabei um 22 Prozent auf 62,8 Mio. Dollar oder 30 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 51,6 Mio. Dollar oder 24 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein Nettogewinn von 40 US-Cent je Aktie, womit der Softwarehersteller die Analystenerwartungen weitgehend erfüllen konnte. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 426,8 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 40 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Für das somit abgeschlossene Fiskaljahr 2007 ergibt sich ein Umsatz von 1,58 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 1,50 Mrd. Dollar im Jahr 2006. Der Gewinn kletterte dabei auf 215,9 Mio. Dollar oder 1,03 Dollar je Aktie, nach einem Profit von 102 Mio. Dollar im Jahr vorher. Ausgenommen außergewöhnlicher Belastungen summierte sich der Nettogewinn damit auf 1,48 Dollar je Aktie.

Markt und Wettbewerb

BMC Software steht mit seinem umfangreichen Softwareangebot in direkter Konkurrenz zum führenden Softwareanbieter Computer Associates (CA). Mit über 800 verschiedenen Softwareprodukten rund um den Bereich kritische Unternehmensanwendungen zählt CA ebenfalls zu den ganz Großen der Branche.

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