BlackBerry wartet noch auf den großen Erfolg

Smartphones

Montag, 29. Dezember 2014 13:52
Blackberry

(IT-Times) - Der kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry steht vor einer schwierigen Übergangsphase. Das Unternehmen will sich stärker als Service- und Softwareanbieter positionieren und damit den erhofften Turnaround herbeiführen.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt BlackBerry große Hoffnungen auf seinen BlackBerry Messenger und sein neues Flagschiff-Smartphone BlackBerry Classic. Die Zahl der aktiven BlackBerry Messenger Nutzer kletterte zuletzt von 85 auf 91 Millionen pro Monat. Bei den Kanadiern hofft man, dass sich dieser Trend im nächsten Jahr weiter fortsetzen wird.

100 Mio. Dollar Umsatz durch den BlackBerry Messenger
Im anstehenden Fiskaljahr 2016, welches im März beginnt, soll sich der Umsatz durch den BlackBerry Messenger auf 100 Mio. US-Dollar erhöhen. Um nachhaltig profitabel zu wirtschaften, muss BlackBerry (Nasdaq: BBRY, WKN: A1W2YK) allerdings auch im Hardware-Geschäft erfolgreich sein.

Laut Angaben von BlackBerry CEO John Chen müssen die Kanadier jährlich mindestens 10 Mio. Smartphones verkaufen, um die Gewinnzone zu erreichen. Dies heißt, BlackBerry benötigt hier einen Erfolg.

BlackBerry braucht einen Verkaufsschlager
Das quadratische BlackBerry Passport war bislang nicht der erhoffte Verkaufsschlager. Dafür zeichnet sich ein Erfolg beim neuen BlackBerry Classic ab. Das Smartphone mit einer physischen Tastatur soll vor allem traditionelle BlackBerry-Fans ansprechen und kommt offenbar gut bei den Kunden an - zumindest war das Vorbestellungskontingent in Nordamerika bereits vergriffen.

Auch bei den ersten Bewertungen kommt das BlackBerry Classic gut weg. Beim Wall Street Journal spricht man vom besten BlackBerry, das jemals produziert wurde. Um dem BlackBerry Classic zum weltweiten Erfolg zu verhelfen, wollen sich die Kanadier zunächst auf den Ausbau ihrer Vertriebswege konzentrieren und so das Umsatzwachstum antreiben.

Konzentration auf Enterprise Software
Auch will sich BlackBerry noch stärker auf das Geschäft mit Sicherheitsoftware für Firmenkunden fokussieren, um die Finanzen zu stabilisieren. Doch die Zeit drängt, denn Google, Microsoft und Apple wollen ebenfalls in diesem Bereich Fuß fassen. Wenn die Kanadier überleben wollen, braucht man schnelle Erfolge - sowohl im Software- als auch im Hardware-Bereich.

Kurzportrait

Die im Jahre 1984 in Waterloo/Kanada als Research In Motion (RIM) gegründete BlackBerry gilt als einer der führenden Anbieter von Smartphones. Zuvor firmierte das kanadische Unternehmen als Research In Motion (RIM). Anfang 2013 folgte die Umbenennung in BlackBerry.

Mit dem BlackBerry können Nutzer an einen beliebigen Ort Emails empfangen, bearbeiten und versenden. Weltweit verzeichnet das Unternehmen mehr als 50 Millionen Abonnenten in über 150 Ländern weltweit. Der BlackBerry Messenger (BBM) zählt mehr als 160 Millionen registrierte Nutzer.

Im Mittelpunkt der Expansionsbemühungen standen zuletzt nicht nur Europa, sondern auch Asien und der Mittlere Osten. Mitte 2010 schluckte BlackBerry von Harman International die Betriebssystem-Einheit QNX Software Systems. Später folgte die Übernahe des Documents To Go Entwicklers DataViz. Zudem wurde Ende 2010 die schwedische The Astonishing Tribe (TAT) übernommen. Mitte 2011 wurde Scoreloop aufgekauft. Anfang 2012 wurde der Spezialist Paratek Microwave übernommen. Anfang 2013 stellte BlackBerry seine neue BB10-Plattform samt neuer Smartphones vor. Zudem wurde der Spezialist Scroon SA übernommen. Ende 2013 schloss BlackBerry eine 5-jährige Partnerschaft mit dem taiwanischen Auftragshersteller Foxconn, um Smartphones für Schwellenmärkte zu entwickeln. Im Frühjahr 2014 erwarb BlackBerry die Mehrheit an dem Gesundheitsanbieter NantHealth. Zudem wurden der deutsche Sicherheitsspezialist Secusmart und Movirtu übernommen.

Entsprechende Softwarelösungen rund um die angebotene Hardware ergänzen das Produktportfolio der Kanadier. BlackBerry vertreibt seine Produkte sowohl direkt an Herstellerfirmen, als auch über ein Händlernetz und Mobile-Carrier wie Hutchison Telecommunications, Cingular und Motient. Zu den namhaften Vertriebspartnern zählen neben AT&T Wireless, auch T-Mobile, Vodafone und Sprint Nextel. Zu den Kunden der Kanadier zählen ferner Technologiefirmen wie AT&T, Dell, Intel, Panasonic und IBM.

Markt und Wettbewerb

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