BioShock erweckt Take-Two zum Leben

Donnerstag, 13. September 2007 12:48
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(IT-Times) Der US-Spielentwickler Take-Two Interactive Software (Nasdaq: TTWO, WKN: 914508) hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Zum einen kämpft der Publisher mit anhaltenden Verlusten, zum anderen sorgten Querelen um die Managementstruktur im Sommer für Aufregung. Zu guter Letzt musste Take-Two den 3D-Shooter „Manhunt 2“ nachbessern, nachdem die Behörden das Spiel praktisch aus den Regalen verbannten.

Wären der schlechten Nachrichten nicht genug, wird sich auch der Release des potentiellen Verkaufsschlagers „Grand Theft Auto IV“ voraussichtlich in das nächste Jahr verschieben. Das Spiel soll nun bis April 2008 auf den Markt kommen, nachdem man zunächst den Titel im Oktober 2007 in den Handel bringen wollte. Dementsprechend musste Take-Two die Umsätze nach unten und die Verluste nach oben korrigieren.

Dennoch legten die Papiere in den letzten Wochen um rund 30 Prozent zu. Der Grund hierfür sind hohe Absatzerwartungen, die mit den jüngsten Neuerscheinungen verbunden sind. So dürfte der Medienrummel rund um „Manhunt 2“ dem Spiel zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren, was sich möglicherweise auf die Absatzzahlen positiv auswirken könnte. „Manhunt 2“ soll nach Firmenangaben im Oktober in Nordamerika für die Wii, PS2 und die PSP auf den Markt kommen.

Verkaufsschlager BioShock
Mit dem Science-Fiction-Shooter BioShock, der in einer post-apokalyptischen Unterwasserwelt spielt, ist Take-Two offenbar ein besonderer Coup gelungen. Erst am 21. August 2007 veröffentlicht, verkaufte Take-Two bereits mehr als 1,5 Mio. Spielekopien, womit BioShock als eines der erfolgreichsten Spiele in der Industrie gilt. Bei Gamestop steht der Titel nach Angaben von US-Medienberichten sogar auf Platz eins der Verkaufscharts.

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Neben einer gut gefühlten Produkt-Pipeline für das Fiskaljahr 2008 (Grand Theft Auto IV, Midnight Club: Los Angeles, Bully: Scholarship Edition), konnte Take-Two zuletzt noch mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten. Die Einheit 2K Sports, welche sich vornehmlich auf Sportspiele spezialisiert hat, soll noch im nächsten Jahr in die Gewinnzone vorstoßen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1993 gegründete und in New York ansässige Take Two Interactive Software (TTIS) gilt als die Nummer drei unter Amerikas PC- und Videospieleherstellern. Das Unternehmen entwickelt nicht nur eigene Spiele, sondern tritt auch als Publisher auf. Take Two entwickelt nicht nur PC-Spiele, sondern auch Titel für Spielkonsolen (Xbox, PlayStation, Nintendo) und Handhelds.

Zu den populärsten Titeln gehören die Spiele „Grand Theft Auto“, „Max Payne“, „Midnight Club“, „Manhunt“, „Smuggler`s Run“, „Red Dead Revolver“ und „Railroad Tycoon“. Darüber vertreibt Take Two auch verschiedene Titel in Lizenz wie „Mafia“, „Conflict: Desert Storm“, oder „Hidden & Dangerous“.

Neben dem eigentlichen Stammhaus in New York unterhält Take Two weitere Entwicklerstudios in Edinburgh, San Diego, Vancouver, Toronto, Vienna, Leeds (England), Fenton (Missouri), Bellevue (Washington) und in San Francisco. Weitere Produkt- und Testlabors sind in Lincoln (England), San Francisco, im kalifornischen Westlake City, in New York und in Austin ansässig. Weitere Vertriebs- und Marketingbüros unterhält der US-Spielehersteller in Cincinnati, New York, Toronto, London, Windsor, Paris, München, Madrid, Mailand, Sydney, Breda (Holland) und Auckland.

Während die 100%ige Tochter Rockstar Games unter anderem für Kassenschlager „Grand Theft Auto: San Andreas“ verantwortlich zeichnete, vertreibt das Unternehmen über seine Tochter 2K Games und 2K Sports auch Sportspiele. Auch das Entwicklerstudio Global Star Software gehört als 100%ige Tochter zur Unternehmensgruppe. Das Vertriebsgeschäft wird unter dem Label Jack of All Games zusammengefasst. Nach der Übernahme der beiden Entwicklerstudios Visual Concepts Entertainment und Kush Games, kaufte Take-Two Ende 2005 den Civilization-Entwickler Firaxis Games. Anfang 2006 folgte die Akquisition von Irrational Games. Im September 2007 verkaufte Take-Two sein Joytech-Spielezubehörgeschäft an Mad Catz. Gleichzeitig gründete Take-Two mit 2K Play ein neues Spielelabel.

Take Two vertreibt seine Spiele nicht nur über das Internet, sondern vor allem auch über große Einzelhändler wie Wal-Mart, Best Buy, Circuit City, Toys „R“ Us und Computerhändler wie Electronics Boutique.

Zahlen

Für das vergangene Juliquartal meldete Take-Two einen Umsatzrückgang auf 206,4 Mio. US-Dollar, ein Minus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei musste das Unternehmen einen Nettoverlust von 58,5 Mio. Dollar oder 81 US-Cent je Aktie hinnehmen, nach einem Minus von 91,4 Mio. Dollar oder 1,29 Dollar je Anteil im Jahr vorher. Insgesamt bleib Take-Two damit im siebten Quartal in Folge in der Verlustzone.

An der Wall Street hatte man zuvor mit Einnahmen von nur 200,8 Mio. Dollar, aber nur mit einem Nettoverlust von 80 US-Cent je Anteil kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Take-Two Interactive Software

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