Baidu - Probleme in der Werbeindustrie belasten den Kurs

Mobile- und Internet-Werbung in China

Mittwoch, 8. April 2015 13:31
Baidu Unternehmenslogo

(IT-Times) - Chinas führende Suchmaschine Baidu galt bislang als Darling der Wall Street. Stetig steigende Umsätze und Gewinne hievten den Aktienkurs auf immer neue Höhen - zur Freude vieler Anleger. Nunmehr könnte der Wachstumskurs ins Stottern geraten.

Ausgerechnet in der Medizinindustrie formiert sich Widerstand gegen Baidu. Der Industrieverband Putian, der etwa 80 Prozent der privaten Kliniken in China vertritt, hat zum Boykott von Baidu-Werbung aufgerufen.

Baidus Abhängigkeit von der Gesundheitsbranche
Für Baidu ist dies eine ernste Angelegenheit, zeichnet Medizin-Werbung für 30 Prozent der Baidu-Umsätze verantwortlich. Die speziell von Putian vertretenen Kliniken dürften dabei etwa die Hälfte der Kunden aus der Gesundheits- und Medizinindustrie stellen.

Bei dem Streit geht es insbesondere um „falsche Gesundheitsinformationen“, aber auch um Vertragskonditionen. Nach einem Bericht von ValueWalk zufolge unterhält Baidu sogenannte „Master-Verträge“ mit privaten Kliniken in China. Diese Verträge sehen eine jährliche Erhöhung der Werbeausgaben von 30 bis 40 Prozent vor. Dagegen wollen sich die privaten Kliniken offenbar nun zur Wehr setzen.

Baidu (Nasdaq: BIDU, WKN: A0F5DE) sieht sein Geschäftsmodell gefährdet und will seinerseits Maßnahmen ergreifen. So will Baidu stärker gegen irreführende Werbung in der Gesundheitsindustrie vorgehen. Bereits im Vorjahr hatte Baidu Werbeanfragen von 7.800 private Kliniken abgelehnt.

Werbe-Boykott kostet Baidu jeden Tag Geld
86Research-Analystin Juan Lin geht davon aus, dass jeder Tag, den der Werbeboykott länger dauert, Baidu rund ein Prozent des Umsatzes kosten wird, wie Bloomberg berichtet. Auch andere Analystenhäuser wie Stifel Nicolaus haben inzwischen ihre Umsatzprognose für das zweite Quartal 2015 um bis zu drei Prozent nach unten korrigiert.

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