Baidu gerät unter die Räder - doch warum?

Kursverluste für Chinas führende Suchmaschine

Mittwoch, 6. Mai 2015 13:29
Baidu Unternehmenslogo

(IT-Times) - Was ist los bei Baidu? Diese Frage stellen sich nach starken Kursverlusten China-Fans und Baidu-Anleger. Chinas führende Suchmaschine hat im jüngsten Quartal zwar die Gewinnerwartungen übertroffen, gleichzeitig jedoch beim Umsatz enttäuscht. Analystenhäuser an der Wall Street revidieren ihre Kursziele gleich reihenweise nach unten.

Die Wachstumsprobleme bei Baidu kommen nicht von ungefähr. Ähnlich wie Google kämpft auch Chinas führende Suchmaschine mit dem Wandel der Zeit: Immer mehr Nutzer surfen über Smartphones und Tablets im Netz. Das Mobile-Geschäft zeichnete zuletzt für 50 Prozent des Umsatzes verantwortlich.

Mobile Werbeanzeigen bringen weniger Geld
Doch darin liegt auch ein Problem: Die Werbeanzeigen auf den kleinen Displays bringen weniger Geld als Desktop-Anzeigen. Bei JP Morgan schätzt man, dass die Monetarisierungsrate derzeit bei 80 bis 90 Prozent des PC-Niveaus liegt.

Langfristig dürfte die Preislücke zwar geschlossen werden, doch der Wettbewerb im mobilen Suchmaschinenmarkt dürfte kaum schrumpfen. Vor allem Qihoo 360 und Sohu wollen im Mobile-Bereich stärker mit ihren Suchmaschinen Fuß fassen und kämpfen hier um Marktanteile. Zuletzt konnte hier insbesondere Sohu mit seiner Suchmaschine Sogou Erfolge melden.

Daily Deals: Baidu hinkt hinterher
Umkämpft ist auch der Markt im Daily Deals Geschäft. Das führende Schnäppchenportal in China ist derzeit Meituan. Zwar hatte sich Baidu (Nasdaq: BIDU, WKN: A0F5DE) bereits im Jahr 2013 durch die mehrheitliche Übernahme von Nuomi in diesen Markt eingekauft, bislang rangiert Baidu aber nur auf Platz drei unter den Schnäppchenportalen mit einem Marktanteil von etwa 11,0 Prozent (Quelle: 800.com).

Meldung gespeichert unter: Suchmaschinen

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