Aruba will Cisco & Co herausfordern

Freitag, 25. Mai 2007 12:01
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(IT-Times) Der amerikanische WLAN-Spezialist Aruba Networks (Nasdaq: ARUN, WKN: A0MNAC) galt als einer der erfolgreichsten Neuemissionen im ersten Quartal 2007. Ende März wurden acht Mio. Anteile zu 11,0 Dollar an der Börse platziert, wodurch Aruba zunächst 88 Mio. Dollar aufnahm. Inzwischen notiert der Wert über 15 Dollar.

Gestern legte das Unternehmen zum ersten Mal als börsennotierte Gesellschaft Geschäftszahlen vor, mit denen das Unternehmen positiv überraschen konnte. Analysten sehen den Cisco-Konkurrenten ebenfalls in einem positiven Licht, zumal sich Aruba in den nächsten Jahren viel vorgenommen hat.

Arubas ehrgeizige Pläne
Derzeit ist man noch die Nummer drei im Markt der WLAN-Anbieter hinter Cisco Systems und der von Motorola übernommenen Symbol Technologies. Doch bis zum Jahr 2008 will man seinen Marktanteil auf 20 Prozent verdoppeln, so Aruba-Chef Dominic Orr und damit zur Nummer zwei im Markt aufschließen.

Aruba will sich dabei von traditionellen WLAN-Anbietern unterscheiden. Sicherheit bei der mobilen Datenübertragung, verbesserte Anwendungen, eine einfache und unkomplizierte Integration in bestehende Netzwerke, sowie eine hohe Skalierbarkeit und Flexibilität der Produkte sollen Aruba den Weg an die Spitze des Marktes ebnen. Analysten, wie RBC Capital-Experte Mark Sue, gestehen dem Unternehmen dann auch die technologische Führerschaft zu. Aruba sollte aufgrund seiner technologischen Kompetenz in der Lage sein, überdurchschnittlich zu wachsen, meint der Analyst.

Der Markt für WLAN-Lösungen an sich legte bereits in den letzten Jahren rapide zu und erreichte im Jahr 2006 ein Volumen von 1,3 Mrd. Dollar. Dieses Volumen soll in den nächsten drei bis vier Jahren auf drei bis vier Mrd. Dollar klettern, schätzten die Marktforscher aus dem Hause IDC. Grund genug für Aruba mit innovativen Produkten die etablierte Konkurrenz herauszufordern…

Kurzportrait

Die im Jahre 2002 gegründete und im kalifornischen Sunnyvale ansässige Aruba Networks gilt als Spezialist für Wireless Local Area Network (WLAN) Systeme. Das Unternehmen sieht sich als einer der Top-3-Anbieter unter den WLAN-Systemspezialisten und offeriert Virtual Private Network (VPN) Lösungen für Firmenkunden.

Das Aruba-Produktportfolio umfasst dabei nicht nur Controller, sondern auch Access Points und Verstärker, sondern auch Betriebssysteme (Aruba OS) und Management-Software. Über das Aruba Mobility Management System (MMS) können zum Beispiel Controller und Access Points von einer einzigen Konsole aus automatisch überwacht und gesteuert werden. Gleichzeitig bietet das Unternehmen auch Netzwerk- und Support-Services an. Hierzu gehören traditionelle Netzwerkdienste wie Routing, Traffic Forwarding und Netzwerk-Management. Ergänzend hierzu bietet Aruba aber auch noch RF Management Services an. Über die Adaptive Radio Management (ARM) Technologies wird das RF Management automatisiert, so dass ein Access Point sowohl als Sensor als auch als Traffic Delivery Service fungieren kann. Durch diesen Service lassen sich beispielsweise Interferenzen analysieren und minimieren.

Aruba Networks will mit seinen Produkten vor allem Firmenkunden, aber auch Bildungseichrichtungen, Regierungsstellen und Öffentliche Einrichtungen ansprechen. Der WLAN-Spezialist verkauft seine Produkt sowohl an den Endkunden, als auch über namhafte Händler und OEM-Partner. Als einer der größten Vertriebspartner gilt unter anderem Alcatel-Lucent. Der Telekomausrüster zeichnete zuletzt für nahezu 20 Prozent der Aruba-Umsätze verantwortlich. Zu den mehr als 2.400 Aruba-Kunden gehören unter anderem Google, Microsoft, SAP America, die Ohio State University und die United States Air Force.

Aruba fertigt seine Produkte nicht selbst, sondern hat seine Produktionsaufgaben weitgehend an den weltweit führenden Auftragshersteller Flextronics ausgelagert.

Zahlen

Für das vergangene Aprilquartal meldet Aruba einen Umsatzanstieg auf 29,8 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei entstand zunächst ein Verlust von 9,3 Mio. Dollar oder 26 US-Cent je Aktie, nach einem Minus von 1,5 Mio. Dollar oder 13 US-Cent je Aktie im Jahr vorher. Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ergibt sich für das jüngste Quartal ein operativer Verlust von 1,0 Mio. Dollar oder einem US-Cent je Aktie, nach einem Minus von 1,1 Mio. Dollar oder zehn US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 30,8 Mio. Dollar und mit einem Nettoverlust von vier US-Cent je Aktie kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Aruba Networks

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