Apples Marktstellung im Smartphone-Markt gerät ins Wanken

Smartphone-Markt

Freitag, 26. Juli 2013 14:18
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(IT-Times) - Der Mac-Hersteller Apple hat zwar im jüngsten Quartal 31,2 Millionen iPhones verkaufen und damit die Markterwartungen der meisten Analysten übertreffen können, dennoch sieht sich Apple unter Zugzwang schnell mit neuen Produkte nachzulegen.

Der Grund: Die Konkurrenz aus Asien macht Druck. Apples (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) Marktanteil im weltweiten Smartphone-Markt ist zuletzt auf 13,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2010 gesunken, so die Marktforscher aus dem Hause Strategy Analytics.

Apple bricht der Umsatz in China weg
Vor allem im chinesischen Markt tut sich Apple zunehmend schwer. Der China-Umsatz brach im jüngsten Quartal um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Gegenüber dem Vorquartal ergibt sich sogar ein Umsatzminus von 43 Prozent. Apple CEO Tim Cook gab dann auch unumwunden zu, dass das Geschäft in China schwach war.

Chinesische Smartphone-Anbieter wie Huawei Technologies und ZTE gewinnen zunehmend an Boden. Besonders bitter für die Amerikaner: Noch immer steht kein Deal mit Chinas führenden Mobilfunk-Carrier China Mobile. Das iPhone wird in China hauptsächlich weiter über China Unicom und China Telecom vermarktet.

Analysten wie BTIG-Experte Walter Pecyk glauben, dass Apple dringender als denn je ein Billig-iPhone benötigt, welches mit dem 2,6GHz TD-LTE Frequenzband von China Mobile kompatibel ist. Marktgerüchten zur Folge arbeitet Apple bereits an einem Billig-iPhone mit Plastik-Rahmen, welches noch in diesem Jahr in Schwellenmärkte auf den Markt kommen soll.

Zudem will Apple die Zahl der Retail Stores in China in den kommenden zwei Jahren verdoppeln, so Apple CEO Tim Cook. Damit will der Mac-Hersteller das Geschäft in China weiter ankurbeln und die Abhängigkeit von wenigen Vertriebspartnern senken.

iPhone-Verkäufe in Indien klettern um 400 Prozent
Besser läuft es dagegen für Apple in Indien. Die iPhone-Verkäufe seien hier um mehr 400 Prozent gestiegen, bestätigt Apple-Chef Cook, nachdem das Unternehmen verschiedene Marketingmaßnahmen (Ratenzahlungspläne etc.) ergriffen hat.

Details bezüglich der Verkaufszahlen wollte Cook zwar nicht nennen, bekannt wurde jedoch, dass die iPad-Verkaufszahlen ebenfalls zweistellig zulegten. Zufrieden zeigte sich Apple dann auch mit den iPhone-Verkaufszahlen in Brasilien, Russland, Thailand, Singapur, Japan und in den USA.

Dennoch zeigen die schrumpfenden Marktanteile, dass Apple trotz der nach wie vor großen Popularität des iPhones auf neue Carrier-Deals (China Mobile, NTT DoCoMo) und auf ein Billig-iPhone angewiesen ist, will das Unternehmen gegen die Konkurrenz aus Asien (Samsung, LG) nicht noch weiter an Boden verlieren.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display.

Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt. Im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri. In 2012 schickte Apple die 4te Generation des iPads und das iPhone 5 ins Rennen. Im Herbst 2012 stellte Apple seinen neuen 7,85-Zoll großen iPad mini Tablet vor.

Daneben ist Apple TV inzwischen mit einer 99 Dollar teuren und neuen Set-Top-Box für das Wohnzimmer im Markt vertreten. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies.

Zahlen

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