Apple treibt Konkurrenz weiter vor sich her

Mittwoch, 10. Juni 2009 12:55
Apple

(IT-Times) - Der US-Computerpionier Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) geht mit einer Produktoffensive in das zweite Halbjahr. Innovativer, schneller, billiger - so könnte das Fazit der jüngsten Apple-Konferenz lauten. Das Tempo der kalifornischen Hightech-Schmiede mag auf die Konkurrenz bisweilen beängstigend wirken, doch Apple verschwendet keine Zeit um in wichtigen Wachstumsmärkten (Smartphones, Notebooks) weiter Druck zu machen.

Das neue iPhone 3GS ist nur ein weiterer Baustein im Apple-Imperium, der die Konkurrenz in Form von RIM & Co weiter in Schach halten soll. Mit seinem neuen iPhone 3GS hat Apple die Latte im Smartphone-Markt noch etwas höher gelegt und mit der Preissenkung für sein älteres iPhone 3G können die Kalifornien sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Nicht weil die Features des neuen iPhone 3GS so spektakulär sind, sondern allein der Umstand, dass der Einstiegspreis für die iPhone-Welt auf nunmehr 99 Dollar sinkt, dürfte der Konkurrenz Kopfzerbrechen bereiten. Das immer noch konkurrenzfähige iPhone 3G ist damit um 100 Dollar günstiger als vergleichbare Geräte wie der BlackBerry Storm oder das neue Palm Pre.

Apple setzt Smartphone-Konkurrenz weiter unter Druck
Besonders schwer könnte der Vorstoß von Apple den bisherigen Branchenprimus Nokia treffen. Die Finnen dürften durch den jüngsten Apple-Schachzug Schwierigkeiten haben ihr neues Nokia N97 am Markt zu platzieren. Das N97 droht zwischen den beiden iPhones aufgerieben zu werden, wobei Jefferies-Analyst Lee Simpson davon ausgeht, dass Nokia möglicherweise den Preis für sein N97 senken muss, um seine Absatzziele zu erreichen, was zu niedrigeren Gewinnmargen bei Nokia führen würde.

Ohnehin war der Marktanteil von Nokia im Smartphone-Markt zuletzt auf rund 41 Prozent geschrumpft, während sich Apple bereits einen Marktanteil von 11 Prozent sichern konnte. Die kanadische Research In Motion steigerte seinen Marktanteil auf 20 Prozent im ersten Quartal, so die Gartner-Marktforscher.

Apple erschließt sich den Markt für Firmenkunden
Neben neuen MacBook Pro-Computern stellte Apple im Rahmen der WWDC auch gleich sein neues OS X Snow Leopard Betriebssystem vor. Das neue Apple-Betriebssystem soll einen Monat vor der Markteinführung von Windows 7 auf den Markt kommen und Unterstützung für „Exchange“ bieten, während Microsoft Exchange separat verkaufen will.

Über Exchange können Anwender Emails, Kalenderdaten und Adressen von unterwegs aus aufrufen. Analysten wie Interpret-Experte Michael Gartenberg bewerten diesen Schritt als ungemein wichtig, kann sich Apple so den Firmenkundenmarkt erschließen…

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steven Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Inzwischen konnte Apple bereits deutlich mehr als 100 Millionen Einheiten seines Verkaufsschlagers iPod absetzen. Der inzwischen auch in Europa und Asien gestartete Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über drei Mrd. Musik-Songs aus dem Netz geladen. Mit Final Cut Pro und iMovie will das Unternehmen vor allem auch Multimedia-Spezialisten ansprechen. Die kostenlose Anwendung iPhoto soll Fotofreunde eine Hilfestellung beim Sichten und Bearbeiten von entsprechendem Fotomaterial an die Hand geben. Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem. Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor.

 Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV eine neue set-top Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zuletzt einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 präsentierte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC.

Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an. Zuletzt stellte das Unternehmen mit dem iPod Shuffle und dem Mac Mini kostengünstige Einstiegsvarianten seiner Flagschiffprodukte vor.

Zahlen

Für das vergangene Märzquartal meldet Apple einen Umsatzanstieg um neun Prozent auf 8,16 Mrd. Dollar, nach Einnahmen von 7,96 Mrd. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte dabei um 15 Prozent auf 1,21 Mrd. Dollar oder 1,33 Dollar je Aktie, nach einem Profit von 1,05 Mrd. Dollar oder 1,16 Dollar je Anteil im Jahr vorher.

Mit den vorgelegten Zahlen konnte Apple die Markterwartungen der Wall Street übertreffen. Analysten hatten im Vorfeld mit Einnahmen von 7,96 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 1,09 Dollar je Anteil kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Apple

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...