Apple rüstet sich für den nächsten Trend-Markt

Mittwoch, 21. Oktober 2009 13:24
Apple

(IT-Times) - Der US-Computerpionier Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) hat gerade das gewinnträchtigste Quartal in der Firmengeschichte hinter sich und einmal mehr bewiesen, wie gut das Unternehmen inzwischen im Markt aufgestellt ist.

Zwar ging der iPod-Absatz gegenüber dem Vorjahr zurück, dafür hat Apple mit seinen Macintosh-Rechnern und seinem iPhone gepunktet. Das Wachstum im iPhone-Geschäft dürfte sich sogar noch weiter beschleunigen, da das Apple-Handy Ende Oktober auch in China und in diesem Quartal noch in Südkorea auf den Markt kommen soll.

Das iPod-Geschäft könnte im laufenden Quartal ebenfalls wieder anziehen, nachdem das Unternehmen im September neue iPod-Modelle mit integrierter Videokamera präsentiert hat. Marktbeobachter rechnen damit, dass sich diese Modelle im diesjährigen Weihnachtsgeschäft gut verkaufen werden.

Apple bestätigt indirekt neues Produkt
Daneben plant Apple offenbar eine Erweiterung seiner Produktlinie. Daraufhin deuten zumindest Aussagen des Managements hin, wonach Apple im laufenden ersten Fiskalquartal 2010 mit deutlich höheren Frachtkosten rechnet. Apple COO Tim Cook wollte im Rahmen der Pressekonferenz nicht näher auf Produkt-Details eingehen, Medien spekulieren jedoch bereits seit geraumer Zeit über einen Touch-Tablet PC bzw. einen Mini-Notebook.

Nach Informationen des Branchendienstes DigiTimes soll sogar Foxconn bereits als Hersteller für das Gerät feststehen, welches im ersten Quartal 2010 bzw. im zweiten Quartal 2010 auf den Markt kommen soll. Ein solcher Vorstoß würde Apple völlig neue Dimensionen öffnen, könnte Apple damit gleichzeitig auch in den Markt für eBook-Reader einsteigen.

Der Markt für diese Geräte steckt noch in den Kinderschuhen, doch Amazon.com hat mit dem Kindle bereits gezeigt, dass es für solche Geräte bereits heute eine große Nachfrage gibt. Entsprechend ziehen andere Hersteller nach und wollen vom eBook-Trend profitieren. Apple ist für diesen Marktbereich bereits bestens gerüstet, hat das Unternehmen mit iTunes bereits die ideale Vertriebsplattform, um von Mega-Markt der Zukunft zu profitieren, denn bis Ende nächsten Jahres rechnen die Marktforscher bei Forrester Research bereits von einer Absatzverdoppelung in diesem Bereich aus…

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steven Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Inzwischen konnte Apple bereits deutlich mehr als 100 Millionen Einheiten seines Verkaufsschlagers iPod absetzen. Der inzwischen auch in Europa und Asien gestartete Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über drei Mrd. Musik-Songs aus dem Netz geladen. Mit Final Cut Pro und iMovie will das Unternehmen vor allem auch Multimedia-Spezialisten ansprechen. Die kostenlose Anwendung iPhoto soll Fotofreunde eine Hilfestellung beim Sichten und Bearbeiten von entsprechendem Fotomaterial an die Hand geben. Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem. Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV eine neue set-top Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zuletzt einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 präsentierte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC.

Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an. Zuletzt stellte das Unternehmen mit dem iPod Shuffle und dem Mac Mini kostengünstige Einstiegsvarianten seiner Flagschiffprodukte vor.

Zahlen

Für das vergangene vierte Fiskalquartal 2009 meldet Apple einen Umsatzsprung um 25 Prozent auf 9,9 Mrd. US-Dollar. Dabei verdiente Apple 1,7 Mrd. US-Dollar oder 1,82 Dollar je Aktie, nach einem Plus von 1,14 Mrd. Dollar oder 1,26 Dollar je Aktie im Jahr vorher. Mit den vorgelegten Zahlen konnte Apple auch gleich die Markterwartungen der Analysten übertreffen, die im Vorfeld mit Einnahmen von 9,2 Mrd. US-Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 1,42 Dollar je Aktie gerechnet hatten.

Im jüngsten Quartal konnte Apple 3,05 Mio. Macintosh-Computer absetzen, ein Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positiv bemerkbar machte sich auch die Preissenkung beim iPhone, dass Apple seit Sommer für 99 US-Dollar anbietet. Insgesamt konnte Apple im jüngsten Quartal 7,4 Mio. Geräte absetzen, ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnte Apple 10,2 Mio. iPods absetzen, was allerdings einem Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Im Bereich Media-Player tat sich der iPod Touch als Lichtpunkt hervor. Die Umsätze des Geräts verdoppelten sich nach Aussagen von Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer gegenüber dem Vorjahr. Für das somit abgeschlossene Fiskaljahr 2009 meldet Apple einen Umsatzanstieg um 13 Prozent auf 36,5 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 18 Prozent auf 5,7 Mrd. Dollar oder 5,36 Dollar je Aktie.

Markt und Wettbewerb

Meldung gespeichert unter: Apple

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