Apple, Google, Microsoft & Co bauen auf Cloud Computing

Freitag, 12. März 2010 16:45
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MÜNSTER (IT-Times) - Der Markt für Cloud Computing ist mächtig in Bewegung. Ein klares Indiz dafür, dass der viel formulierte Trend immer mehr zum Standard wird und dass die Unternehmen dabei sind, Ihre Claims in dem Markt zu sichern. Es geht darum, wer die Zukunft im IT-Markt mitgestaltet und mitbestimmt und wer das Geld in Zukunft verdient. Als Kunden sind alle im Visier - Unternehmen ebenso wie Privatanwender, Office-User oder Gamer. Hinzu kommen "Normalsterbliche", die einfach nur ihre Fotos am Rechner betrachten und ihre Musik unterwegs hören möchten. All diese Gruppen sind die potenziellen Nutzer der Cloud von heute und erst Recht von morgen.

Hinter dem Begriff Cloud Computing verbirgt sich letztlich die  Möglichkeit, Dateien und Programme nicht mehr stationär auf einem Rechner oder einem eigenen Server zu verwalten sondern auf Speichern in der "virtuellen Wolke". Dies hat den großen Vorteil, dass Inhalte unabhängig von Nutzern sowie von räumlichen und zeitlichen Grenzen von überall aus bearbeitet werden können. Man braucht letztlich nicht mehr als einen Online-Zugang und einen Browser dazu.

Softwarekonzern CA: Durch Übernahmen in Pole Position

Und die Zeit für diese Technologie ist reif! Klar, dass man sich als IT-Unternehmen da in Position bringen will. Ganz weit vorne an der Front: Der amerikanische IT- und Softwarekonzern CA Inc., der durch eine Übernahme nach der nächsten wachsen will. Erst in dieser Woche verstärkte man sich durch eine Übernahme und schluckt das Cloud-Startup-Unternehmen Nimsoft für 350 Mio. US-Dollar in bar. Nimsoft sieht sich als einer der ersten Provider für Unified Monitoring-Lösungen im Cloud Computing-Bereich. Hierzu bietet das Unternehmen Performance-Überwachungssoftware für Firmenkunden an. Zu den rund 800 Nimsoft-Kunden gehören unter anderem Service-Provider wie 1&1, Eurodata, ev3, Atrion oder BlueFire. Bei CA erwartet man, dass solche aufstrebenden kleinen Firmen im Jahr 2013 bereits für ein Viertel der Softwareaufträge verantwortlich zeichnen werden.

Vor wenigen Wochen kaufte CA den Cloud Computing Solutions Provider 3tera, ein Pionier im Bereich Cloud Computing Lösungen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2004 gegründet und ist vor allem für sein AppLogic Grid Betriebssystem bekannt. Dadurch können Administratoren Online-Anwendungen innerhalb von Minuten in einer Cloud Computing Umgebung realisieren. Laut Firmenangaben hat sich 3tera 23 Patente im Bereich der Betriebssysteme, Cluster-Computing, Virtualisierung, Networking und File-Systeme sichern können. Zu den 3tera-Kunden gehören namhafte Firmen wie die britische BT Group, aber auch Internet-Firmen wie Jewelry.com, KDDI, Cellfrog und Voodoo. Neben AppLogic bietet 3tera auch einen Cloud Computing Marktplatz an, über den Softwareanbieter Entwicklern produktionsfertige Cloud-Komponenten und vollwertige Anwendungen auf Tagesbasis anbieten können. Im Laufe des letzten Jahres hatte CA auch schon die Softwarespezialisten Cassatt, NetQoS und Oblicore übernommen. Wenn sich CA durch diese vielen Übernahmen nicht verhebt, dann dürfte mit dem Unternehmen ein relevanter Akteur im Cloud Computing-Segment erwachsen.

Google: App Store für Business Software

Wenn es um IT und um Relevanz geht, dann ist Google auch ganz vorne mit dabei. Schon lange bietet Google Services an, denen der Gedanke des Cloud Computing zugrunde liegt: Office-Anwendungen etwa, oder aber den Bilderdienst Picasa, mit dem eigene Bilder virtuell gespeichert und von jedem Gerät aus angeschaut werden können - sofern dieses Gerät online ist. Das alles sind vor allem Cloud-Anwendungen, die für Privatnutzer interessant sind. Nun geht Google aber einen Schritt weiter und hat auch Unternehmen und deren Software-Bedürfnisse in den Fokus des eigenen Leistungsangebots gestellt.

Der Suchmaschinenspezialist hat mit dem Google Apps Marketplace jüngst einen neuen App Store für Business Software vorgestellt, wie die New York Times berichtet. Über den neuen Online-Marktplatz sind zunächst Anwendungen von mehr als 50 Softwareherstellern, darunter Intuit, Concur Technologies, Jobvite und eFax, zu finden. Die Preise für die Anwendungen bewegen sich zwischen 50 und mehreren hundert US-Dollar pro Nutzer und Jahr. Google wird als Vertriebspartner 20 Prozent der Verkaufserlöse einbehalten, während der Rest an die Softwareentwickler geht.  Alle Anwendungen, die über den neuen Google Store verkauft werden, können mit Googles eigenem Cloud Computing Angebot verschmolzen werden. Durch diesen Schachzug sollen vor allem Google Apps Kunden künftig eine höhere Funktionsvielfalt durch ein erweitertes Softwareangebot genießen können.

Meldung gespeichert unter: Cloud Computing

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