Apple gegen den Rest der Welt - Unternehmen kann sich nur selbst schlagen

Freitag, 22. Juli 2011 13:36
Apple

(IT-Times) - Der iPad-Hersteller Apple lässt die Konkurrenz weiter zittern. Mit den Zahlen zum jüngsten Quartal hat der Mac-Hersteller aus Kalifornien einmal mehr bewiesen, was Innovationskraft bedeutet.

Inzwischen ist das Unternehmen klar auf den Weg in diesem Jahr die Umsatzmarke von 100 Mrd. US-Dollar zu überschreiten. Behalten Analysten mit ihren Kurszielen Recht und der Apple-Aktienkurs steigt auf 500 US-Dollar, wäre Apple CEO Steve Jobs wohl endgültig am Ziel - Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) wäre dann das wertsvollste Unternehmen der Welt.

Mit iPhone 5 und iPad 3 zu neuen Rekorden
Dass Apple dieses Ziel möglicherweise schon im nächsten Jahr erreichen wird, scheint nicht unmöglich, bei dem Tempo, dass die Herren aus Cupertino vorlegen. Glaubt man Medienberichten und Branchenkenner, dürfte Apple schon in den nächsten Wochen und Monaten ein neues iPhone bzw. den iPad 3 präsentieren und damit erneut die Konkurrenz in die Schranken weisen.

Ohnehin scheint sich Apple derzeit nur selbst schlagen zu können. "Wir haben jeden iPad verkauft, den wir produzieren konnten", so Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer. Das heißt, hätte der Auftragshersteller Foxconn mehr iPads produzieren können, wären die Verkaufszahlen wohl noch besser ausgefallen.

Dieses Problem scheint Apple nunmehr auch anzugehen. Beim kommenden iPad 3 will Apple offenbar einen weiteren Auftragshersteller hinzuziehen, um Lieferengpässe künftig zu vermeiden. Gleichzeitig will auch Foxconn seine Kapazitäten erhöhen, um keine Apple-Aufträge zu verlieren.

iPhone-Geschäft hat sich in Asien und in China vervierfacht
Große Chancen sieht Apple COO Tim Cook für den Mac-Hersteller in China. Allein in den ersten drei Quartalen des laufenden Fiskaljahres setzte Apple im Reich der Mitte 8,8 Mrd. US-Dollar um. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das iPhone-Geschäft in Asien und in China vervierfacht. Noch vertreibt Apple das iPhone in China nur über den Partner China Unicom. Der Apple-Partner betreut in China zwar knapp 200 Millionen Mobilfunkkunden, gegen den Marktführer China Mobile jedoch ist China Unicom aber nur eine kleine Nummer.

Dies könnte sich bald ändern. Nachdem Apple COO Tim Cook bereits auf dem China Mobile Campus in Beijing gesichtet wurde, gehen Marktbeobachter von einer baldigen Einigung zwischen Apple und China Mobile aus, wodurch sich Apple den Zugang zu Chinas Mobiles 600 Millionen Mobilfunkkunden erschließen würde.

Apple würde damit nochmals in eine ganz neue Dimension vorstoßen, könnte China Mobile für Apple nicht nur als Vertriebspartner beim iPhone, sondern auch beim iPad einspringen. Apple COO Tim Cook glaubt daher, dass man im China-Geschäft bislang nur an der Oberfläche gekratzt hat...

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Nach einem Auf und Ab in der Unternehmensgeschichte und der Rückkehr von Steve Jobs, gelang Apple erneut die Wende. Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst. So wurden seit Beginn des Dienstes bereits über acht Mrd. Musik-Songs aus dem Netz geladen.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor, Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt.

Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV eine neue set-top Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf.

Zahlen

Der Apple-Umsatz stieg im vergangenen Juniquartal um 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 28,57 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 125 Prozent auf 7,3 Mrd. US-Dollar oder 7,79 US-Dollar.

Mit den vorgelegten Zahlen übertraf Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) einmal mehr die Markterwartungen der Wall Street deutlich. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit Einnahmen von 25 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 5,85 Dollar je Aktie gerechnet.

Die Bruttomargen kletterten auf 41,7 Prozent und übertrafen damit ebenfalls die Markterwartungen der Wall Street (39 Prozent). Hintergrund war ein höherer Anteil des iPhone-Geschäfts am Gesamtumsatz.

Apple gelang es im jüngsten Quartal 20,34 Millionen iPhones abzusetzen, was einem Zuwachs von 142 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem konnte Apple auch 9,25 Millionen iPad Tablet PCs verkaufen, ein Zuwachs von 183 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daneben wurden 3,95 Millionen Macintosh-Rechner abgesetzt, womit die Verkaufszahlen um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegten. Der iPod-Absatz ging dagegen merklich zurück. Mit 7,54 Millionen iPods verkaufte Apple 20 Prozent weniger Musik-Player als im Jahr vorher.

Meldung gespeichert unter: Apple

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