Apple - die Welt wartet auf neue Innovationen

iPhone-Erfinder verliert an Glanz - Innovationsmotor stockt

Freitag, 26. April 2013 13:01
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(IT-Times) - Apple hat im jüngsten Quartal erstmals seit zehn Jahren einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal ausweisen müssen. Analysten sind enttäuscht uund reduzieren durch die Bank ihre Kursziele für den Wert, nachdem Befürchtungen steigen, dass die Erlöse über den Sommer stärker als erwartet fallen könnten.

Auch mit dem aufgelegten Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm konnte Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) Anleger und Analysten nur bedingt überzeugen. Bis Ende 2015 will Apple rund 100 Mrd. US-Dollar an seine Aktionäre zurückführen, so Apple-Chef Tim Cook.

Darüber hinaus kündigte der Apple-Chef neue spannende Produkte an, die derzeit noch in der Pipeline stecken. Diese könnten im Herbst 2013 oder in 2014 auf den Markt kommen, deutete Cook an.

Apple verliert Marktanteile an Samsung
Viel zu spät fürchten manche Marktbeobachter. Apple hat im ersten Quartal 2013 trotz des Verkaufs von 37,4 Millionen iPhones weiter Marktanteile an Samsung verloren. Laut IDC fiel der Marktanteil der Kalifornien im ersten Quartal 2013 im weltweiten Smartphone-Markt von 23 auf 17,3 Prozent.

Samsung konnte seine führende Position im Smartphone-Markt laut IDC weiter ausbauen und seinen Marktanteil von 28,8 Prozent im Jahr vorher auf nunmehr 32,7 Prozent steigern.

Während Samsung mit dem Samsung Galaxy S4 gerade wieder einen Erfolg feiert und mit dem Galaxy S4 mini womöglich in den nächsten Monaten nochmals nachlegen wird, hält man sich bei Apple weiter bedeckt. Das neue iPhone 5S bzw. iPhone 6 dürfte den jüngsten Andeutungen von Cook zufolge frühestens im Herbst auf den Markt kommen.

Apple: Forschungsausgaben bei 11,6 Mio. Dollar pro Tag
Apple gibt derzeit umgerechnet rund 11,6 Mio. US-Dollar pro Tag für Forschung und Entwicklung aus. Im laufenden Fiskaljahr 2013 könnten die Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf 4,0 Mrd. Dollar steigen.

Doch wofür gibt Apple soviel Geld aus, dürfte sich mancher Anleger fragen. Die Mittel dürften in erster Linie in die Entwicklung von iOS 7 (neues Mobile-Betriebssystem), sowie in das neue iPhone 5S bzw. iPhone 6 fließen, nachdem das Smartphone einer der Hauptumsatzträger im Konzern ist. Allein im jüngsten Quartal steuerte das iPhone-Geschäft 22,9 Mrd. Dollar zum Umsatz bei. Einen Flop beim kommenden iPhone kann sich Apple praktisch nicht leisten.

Daneben dürften auch viele Mittel in die Entwicklung des neuen iPad 5 fließen. Die iPad-Linie sorgte im jüngsten Quartal für einen Umsatz von rund 9,0 Mrd. US-Dollar. Doch auch der neue iPad lässt weiter auf sich warten.

Apple iTV und iWatch können nicht früh genug kommen
Samsung gibt derzeit den Takt bei Produkteinführungen vor. Konsumenten und Investoren würden hier mehr von Apple erwarten, glaubt Forrester-Marktforscherin Sarah Rotman Epps. Apple soll zwar intern an neuen Produkten wie am Internet-Fernseher iTV und an einer tragbaren Computer-Uhr (iWatch) mit Smartphone-Funktionen arbeiten, doch wann die neuen Innovationen auf den Markt kommen, steht noch in den Sternen.

Zudem fordern Marktbeobachter und Analysten ein Billig-iPhone von Apple, damit der Mac-Hersteller seine Präsenz in Schwellenländern wie in China ausbauen kann. Dies wäre langfristig wichtig für den Mac-Hersteller, um seine Kundenbasis zu verbreitern, um das Geschäft vom Hardware-Sektor in den App Store zu verlagern.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display.

Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor. Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt. Im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri. In 2012 schickte Apple die 4te Generation des iPads und das iPhone 5 ins Rennen. Im Herbst 2012 stellte Apple seinen neuen 7,85-Zoll großen iPad mini Tablet vor.

Daneben ist Apple TV inzwischen mit einer 99 Dollar teuren und neuen Set-Top-Box für das Wohnzimmer im Markt vertreten. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies.

Meldung gespeichert unter: Apple

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