Apple: Analysten erwarten starkes Dezemberquartal - hoher iPad mini Preis kein Thema

Montag, 29. Oktober 2012 14:09
Apple

(IT-Times) - Nach dem Apple mit seinem jüngsten Zahlenwerk inklusive Ausblick enttäuscht hat, tauchten Apple-Papiere zuletzt kurzzeitig unter die Marke von 600 US-Dollar ab. Dennoch raten viele Analysten gerade jetzt zum Zugreifen.

Am Markt wurden zuletzt Befürchtungen laut, wonach die Innovationsfähigkeit von Apple (Nasdaq: AAPL, WKN: 865985) unter der Ära von Jim Cook leiden könnte. Analysten halten diese Bedenken allerdings für unbegründet.

Hoher iPad mini Preis schreckt die Kunden nicht
Trotz des vergleichsweise hohen Preises des neuen iPad minis - der Tablet kostet 329 Dollar - war die Nachfrage zuletzt sehr hoch. Das weiße Modell des iPad mini war binnen kurzer Zeit vergriffen. Auch für die übrigen WiFi-Modelle betragen die Lieferzeiten inzwischen ein bis zwei Wochen, was eine hohe Nachfrage vermuten lässt.

Die Nachfrage nach Apple-Produkten ist derzeit offenbar höher als die Nachfrage. Im Analystenlager rechnet man daher mit einem starken Dezemberquartal, nachdem wohl auch in diesem Weihnachtsgeschäft wieder viele iPhones und iPads unter dem Tannenbaum liegen werden.

iPad mini soll Markt für 7-Zoll Tablets verdoppeln
Auch beim Marktforscher IHS iSuppli hält man die Bedenken wegen des zu hohen Preises für den 7,85-Zoll großen iPad mini für übertrieben. Der neue Mini-Tablet von Apple dürfte dafür sorgen, dass sich der Markt für 7-Zoll große Tablet PCs im laufenden Jahr 2012 auf 34 Millionen Einheiten verdoppelt, nach 17 Millionen Geräte in 2011. Anschließend dürfte sich der Markt für 7-Zoll Tablets in 2013 nochmals auf 67 Millionen Stück erhöhen, schätzen die Analysten, die Apple auch in diesem Markt als dominierender Anbieter sehen.

Analysten halten Kursrückgang für übertrieben
Insgesamt halten Experten wie Sterne Agee Experte Shaw Wu die Kontroversen im Bezug auf den neuen iPad für übertrieben. Gegenüber dem Anleger-Magazin Barrons`s verweist der Analyst auf die Zurückhaltung im Vorfeld der iPad mini Markteinführung, welche den iPad-Absatz im jüngsten Quartal gedämpft habe.

Ein starkes Weihnachtsquartal könnte die Bedenken jedoch zerstreuen und Apple-Aktien wieder auf neue Kurshöhen treiben. Analysten aus dem Hause der Deutschen Bank und UBS halten daher an ihren Kaufempfehlungen fest und sehen für Apple-Aktien Kursziele von 800 bzw. 780 Dollar.

Kurzportrait

Apple leitete zu Beginn der 80er Jahre die Revolution bei Personalcomputern ein. Bereits in den 70er Jahren stellte das Unternehmen mit dem Apple II einen Vorläufer zum heutigen Personalcomputer vor. Ein Jahrzehnt später folgte mit dem Macintosh einer der ersten Desktop-Systeme auf den Markt, welcher sich auch für die breite Masse der Anwender eignete.

Heute präsentiert sich das kalifornische Unternehmen als Anbieter von innovativen Desktop-Geräten und Unterhaltungselektronik, welche vor allem durch ihr ausgefallenes Design nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch in Sachen Technik überzeugen. Über die 100%ige Apple-Tochter FileMaker bietet der Computerhersteller aber auch Datenbanksoftware an.

Apple bietet nicht nur Computer und Laptops an, sondern mit dem iPod auch einen tragbaren Musik-Player, mit dem der PC-Hersteller innerhalb kurzer Zeit zum Marktführer wurde. Der inzwischen weltweit verfügbare Musik-Download-Service iTunes gilt als der bisher erfolgreichste legale Online-Musikdienst.

Neben verschiedenen Softwareanwendungen für den Mac, setzt das Unternehmen aber auch auf eine leistungsstarke Hardware und auf ein eigenes Betriebssystem (Mac OS X). Mit der Ankündigung, künftig auch Intel-Chips in seinen Systemen verbauen zu wollen, sorgte Apple im Jahr 2006 für Aufsehen in der Branche. Anfang 2007 stieg Apple mit dem iPhone auch in den Mobilfunkmarkt ein. Mitte 2008 folgte mit dem iPhone 3G ein Nachfolger mit GPS- und UMTS-Unterstützung. Mitte 2009 stellte Apple dann das schnellere iPhone 3GS vor, Mitte 2010 folgte mit dem iPhone 4 der noch schnellere Nachfolger, der vor allem mit einem hochauflösenden Display (Retina) glänzt. Anfang 2010 stellte Apple mit dem iPad einen neuartigen Tablet PC vor, im Frühjahr 2011 brachte Apple mit dem iPad 2 den Nachfolger seines ersten Erfolgsmodells auf den Markt, im Herbst 2011 folgte das iPhone 4S mit dem Sprachassistenten Siri.

Gleichzeitig präsentierte man mit Apple TV für 99 Dollar eine neue Set-Top-Box für das Wohnzimmer. Mit dem iPod Touch präsentierte Apple zudem einen neuen portablen Media-Player mit einem Touchscreen-Display. Anfang 2008 stellte Apple mit dem MacBook Air den damals weltweit dünnsten Notebook-PC vor. Im Dezember 2009 kaufte Apple den digitalen Musikservice Lala auf. Anfang 2012 bestätigte Apple die Übernahme der israelischen Anobit Technologies. Zudem wurde Anfang 2012 die App-Suchmaschine Chomp übernommen. Im Herbst 2012 stellte Apple seinen neuen 7,85-Zoll großen iPad mini Tablet vor.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldet Apple einen Umsatzsprung auf 35,97 Mrd. US-Dollar, ein Zuwachs von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum als das Unternehmen 28,27 Mrd. Dollar umsetzte.

Der Nettogewinn kletterte dabei auf 8,2 Mrd. US-Dollar oder 8,67 Dollar je Aktie, nach einem Profit von 6,6 Mrd. Dollar oder 7,05 Dollar je Aktie im Jahr vorher. Analysten hatten an dieser Stelle allerdings mit Einnahmen von 35,8 Mrd. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 8,75 Dollar je Aktie gerechnet. Die Bruttomargen gaben im jüngsten Quartal leicht auf 40,0 Prozent nach, nach 40,3 Prozent im Vorjahr. Das internationale Geschäft zeichnete für 60 Prozent der gesamten Umsätze verantwortlich. Insgesamt konnte Apple im jüngsten Quartal 26,9 Millionen iPhones absetzen, ein Zuwachs von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig konnte Apple 14 Millionen iPad Tablets verkaufen, ein Zuwachs von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem gingen 4,9 Millionen Mac-Rechner über die Ladentheke, ein leichtes plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daneben verkaufte Apple 5,3 Millionen iPod Musik-Player, ein Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Meldung gespeichert unter: Apple

© IT-Times 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Unternehmen / Branche folgen
Unsere Nachrichten auf Ihrer Website

Sie haben die Möglichkeit, mit unserem Webmaster-Nachrichten-Tool die Nachrichten von IT-Times.de kostenlos auf Ihrer Internetseite einzubauen.

Zugeschnitten auf Ihre Branche bzw. Ihr Interesse.

Folgen Sie IT-Times auf ...