Analoges Satelliten-TV wird am Montag früh abgeschaltet

Freitag, 27. April 2012 09:49
BITKOM

- Fast alle Haushalte haben rechtzeitig umgestellt
- Verkaufszahlen von digitalen Sat-Receivern seit Jahresbeginn verdoppelt
- Moderne Empfänger haben Aufnahme-Funktion und Web-Zugang
 

Berlin, 27. April 2012

Der befürchtete „schwarze Dienstag“ vor den TV-Bildschirmen wird aller Voraussicht nach ausbleiben. Am kommenden Dienstag werden höchstens einige Tausend Haushalte keinen Satelliten-Empfang haben, so eine Schätzung des Hightech-Verbands BITKOM. Hintergrund: Am 30. April wird um 3 Uhr morgens in Deutschland der analoge TV-Empfang über Satellit abgeschaltet. Wer Fernsehen über Satellit schaut und keinen digitalen Empfänger (Receiver) besitzt, kann dann nicht mehr fernsehen. „Die überwältigende Mehrheit der betroffenen Haushalte hat sich auf die Abschaltung des analogen TV-Signals eingestellt“, sagt Ralph Haupter, Mitglied des BITKOM-Präsidiums. „Die umfangreichen Informationskampagnen der Satellitenbetreiber, Gerätehersteller und Fernsehsender waren erfolgreich.“ Grundlage für diese Einschätzung sind die aktuellen Verkaufszahlen für digitale Satelliten-Receiver und Fernseher, die zuletzt rasant gestiegen sind. So wurden seit Januar bis Ende April 2012 in Deutschland rund 1,9 Millionen digitale Satelliten-Receiver verkauft, was fast einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Ein kräftiges Plus verzeichnete auch der Absatz von Fernsehern mit einem integrierten Satelliten-Empfänger. Nach BITKOM-Schätzung werden bis Ende April rund 1,5 Millionen solcher Geräte verkauft.  

In den ersten vier Monaten wurden in Summe also rund 3,4 Millionen Geräte mit digitaler Empfangstechnik verkauft. Wegen der starken Nachfrage waren die Kapazitäten des Fachhandels und vor allem des Fachhandwerks in den letzten Wochen angespannt. Insgesamt empfangen rund 17 Millionen Haushalte in Deutschland ihr Fernseh-Bild über Satellitentechnologien. Dabei ist die Zahl der analogen Empfänger im Laufe des vergangenen Jahres um fast die Hälfte zurückgegangen, ergab eine Analyse des BITKOM. Ende 2011 hatten rund 1,8 Millionen Haushalte noch nicht auf digitalen Empfang umgestellt. Das geht aus einer Umfrage des Instituts TNS Infratest im Auftrag des Satellitenbetreibers SES Astra hervor.

Für den Empfang der TV-Bilder per Satellit wird künftig ein digitaler Receiver benötigt. Ein solches Empfangsteil ist in einigen neueren, hochwertigen Flachbild-Fernsehern bereits integriert, jedoch nur selten in älteren Flachbildgeräten und Röhrengeräten. In diesem Jahr werden in Deutschland rund 10 Millionen Flachbildfernseher verkauft, Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2012 sorgen insbesondere die großen Sportereignisse wie die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele für einen Verkaufsschub bei Fernsehern. Wer einen Digital-Receiver nachrüsten muss und einen modernen „HD-ready“-Flachbildschirm besitzt, legt sich am besten einen kompatiblen HDTV-tauglichen Receiver zu. Er kann so hochauflösende TV-Bilder sehen. Receiver von Markenherstellern sind ab 100 Euro erhältlich. Etwas teurer sind Festplatten-Receiver, die zusätzlich den Videorekorder ersetzen. „Wer eine Sendung künftig nicht mehr verpassen will, profitiert von einem Receiver mit Festplatte“, sagt Haupter. Mit einigen Receiver-Modellen ist es möglich, Inhalte aus dem Internet anzuschauen, etwa die Mediatheken der Sender, YouTube-Videos oder Filme aus Online-Videotheken.

Wer noch unsicher ist, ob er einen analogen oder bereits einen digitalen Receiver besitzt, kann dies auf der Teletext-Seite 198 aller Hauptsender überprüfen. Möglicherweise muss außerdem der so genannte Signalumsetzer an der Satelliten-Schüssel erneuert werden. Weitere Infos zur Analog-Abschaltung gibt es unter anderem auf www.klardigital.de.

 
Ansprechpartner

Marc Thylmann

Pressesprecher Technologien und Märkte

+49. 30. 27576-111

m.thylmann@bitkom.org

 

Michael Schidlack

Bereichsleiter

Consumer Electronics

+49. 30. 27576-232

m.schidlack@bitkom.org

Der BITKOM vertritt mehr als 1.700 Unternehmen, davon über 1.100 Direktmitglieder mit 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch BITKOM repräsentiert. Hierzu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik und eine zukunftsfähige Netzpolitik ein.

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