AMD heuert JP Morgan an - Halbleiterkonzern vor Verkauf?

Prozessoren

Mittwoch, 14. November 2012 10:19
Advanced Micro Devices (AMD)

SUNNYVALE (IT-Times) - Der US-Prozessorhersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat die US-Bank JP Morgan Chase eingeschaltet, um strategische Alternativen auszuloten. Diese könnten auch einen Verkauf des Unternehmens beinhalten, berichtet Reuters. AMD-Aktien legten am Vortag um fünf Prozent zu, nachdem die Papiere kurzzeitig bis zu 18 Prozent im Plus lagen.

Bislang hat AMD (NYSE: AMD, WKN: 863186) die Pläne bezüglich eines Verkaufs bzw. eines Mergers mit einem größeren Partner dementiert. Jedoch sollen nunmehr die Banker von JP Morgan Chase mögliche Optionen ausloten, die einen Verkauf des Unternehmens als Ganzes oder den Verkauf eines Patentportfolios vorsehen. Ein Verkauf soll aber nicht oberste Priorität haben, vielmehr soll es um Möglichkeiten gehen, weiteres Kapital aufzunehmen, heißt es.

AMD war in den vergangenen Quartalen gegenüber dem Branchenprimus Intel ins Hintertreffen geraten. Zudem leidet AMD an der Vorliebe der Anwender für Smartphones und Tablet, einem Markt, in dem AMD bislang keine große Rolle spielt. Inzwischen hat AMD ehrgeizige Projekte in Angriff genommen, wie zum Beispiel einen Zentral-Prozessor und System-on-Chip (SoC) Produkte, die auf der ARM-Architektur basieren. Für diese ehrgeizigen Projekte könnte AMD weiteres Kapital benötigen.

Jüngst hatte AMD Sparmaßnahmen ergriffen und den Abbau von 15 Prozent seiner Stellen angekündigt, um Kosten einzusparen. Im vergangenen dritten Quartal 2012 musste AMD einen Umsatzrückgang von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen, während das Unternehmen einen hohen Verlust ausweisen musste. (ami)

Meldung gespeichert unter: Advanced Micro Devices (AMD)

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