Alibaba auf der Suche nach mehr Wachstum - Indien soll es richten

E-Commerce in China und Indien

Freitag, 14. August 2015 13:58
Alibaba

(IT-Times) - Der chinesische Drache lahmt. Sinkende Wachstumsraten, Währungsabwertung und regulatorische Eingriffe an der Börse. China ist derzeit alles andere als ein sicherer Hafen für Investoren. Dies bekam zuletzt auch Chinas größter E-Commerce-Konzern Alibaba Group und seine Anleger zu spüren.

Alibaba hatte die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlt, Alibaba-Aktien stürzten daraufhin auf ein neues Jahrestief bei 71 US-Dollar. Insgesamt hat Alibaba seit November 2014 damit mehr als 100 Mrd. US-Dollar an Börsenwert eingebüßt.

Umsatzwachstum fällt auf den niedrigsten Stand seit 3 Jahren
Zwar hatte die Alibaba Group (NYSE: BABA, WKN: A117ME) seinen Umsatz im jüngsten Quartal um 28 Prozent auf 3,27 Mrd. US-Dollar steigern können, dies bedeutete aber gleichzeitig auch das niedrigste Wachstum seit drei Jahren.

Hintergrund war ein schwächeres Wachstum bei den Handelsaktivitäten. Über die verschiedenen Alibaba-Plattformen wurden im jüngsten Quartal Produkte und Waren im Wert von 109 Mrd. US-Dollar verkauft - ein Zuwachs von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings lag das Wachstum beim Gross Merchandise Volumen (GMV) vor zwei Jahren noch bei weit über 50 Prozent. Zum Vergleich: Der Alibaba-Rivale JD.com konnte im jüngsten Quartal das Transaktionsvolumen um 82 Prozent steigern.

Kampf um Kunden im Netz wird härter
Bei Anlegern und Investoren geht die Angst um, ob chinesische Konsumenten noch genügend Kaufkraft besitzen, um die Wachstumsraten bei Alibaba weiter hoch zu halten.

Nachdem vor allem die Nutzer in den Großstädten bereits einen Internetanschluss besitzen, muss Alibaba nunmehr in kleineren und mittelgroßen Städten Chinas nach neuen Kunden Ausschau halten. Kein leichtes Unterfangen für den E-Commerce-Giganten, zumal die Konkurrenz im mobilen Internet eher zunehmen wird.

Baidu und Tencent wollen sich ebenfalls ein großes Stück vom E-Commerce-Kuchen abschneiden und haben ihrerseits bereits mehr Investitionen in diese Richtung angekündigt.

Meldung gespeichert unter: E-Commerce

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