Alcatel ist weiterhin optimistisch

Donnerstag, 7. Juni 2001 10:22

Alcatel S.A. (Paris: PCGE, WKN: 873102<PCGE.PSE>): Nachdem die Fusion zwischen den Telekommunikationsausrüstern Alcatel aus Frankreich und der amerikanischen Lucent Technologies gescheitert ist, sehen Investoren Lucent unter Zugzwang. Das Unternehmen müsse kurzfristig Akquisitionen tätigen um auf diese Weise seine globale Ausrichtung zu verstärken und die Profitabilität zu steigern.

Alcatel hingegen gab am Mittwoch bekannt, nach den gescheiterten Fusionsverhandlungen mit Lucent keine Eile zu haben, einen alternativen Partner auf dem amerikanischen Markt zu finden. In Europa ist das Unternehmen bereits in mehreren Geschäftbereichen führend. In Zukunft plant die Gesellschaft den Fokus auf seine drei wichtigsten Unternehmensparten zu legen: Netzwerke, optische Produkte und Weltraumtechnologie. Die Herstellung von Mobilfunkendgeräten und das Angebot von Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation sollen ausgelagert oder sogar eingestellt werden.

Trotz seiner guten Ausgangslage auf dem europäischen Markt ist das Unternehmen in Amerika nur schwach positioniert. Experten sehen den Ausweg aus dieser Situation in der Besetzung von Marktanteilen in den Bereichen Mobilfunkinfrastruktur und optischen Netzwerken, diese sind von der aktuellen Technologieflaute auf dem amerikanischen Markt weitgehend unberührt und die Gewinnmargen sind noch intakt. Obwohl Alcatel bereits einige kleinere Akquisitionen in den USA getätigt hat, spielt es auf dem US-Markt bisher nur eine Nebenrolle. Emmanuel Chapuis, Fondmanager bei der Credit Mutuel Finance in Paris, sieht Alcatel auf dem amerikanischen Markt in einer schwierigen Stellung. Seiner Meinung nach wird es sehr schwer sein, Marktanteile von den bereits etablierten Konkurrenten zu gewinnen. Mit dominierenden Marktanteilen in mehr als einem der Geschäftsbereiche könnte Alcatel seine Planung auf einer Nettomarge von 10 Prozent aufbauen. Die Größe würde dem Hersteller in konjunkturellen Flauten weniger angreifbar für Preiskämpfe machen, so Chapuis weiter.

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