Akamais Siegeszug setzt sich fort

Montag, 13. Februar 2006 12:03
Akamai Technologies

(IT-Times) Der führende Load-Balancer Akamai Technologies (Nasdaq: AKAM, WKN: 928906) steht offenbar vor einer glänzenden Zukunft. Die zunehmende Nutzung von Breitbanddiensten und der Verbreitung von Musik- und Video-Downloadservices dürfte dem Unternehmen in den nächsten Jahren einen regelrechten Wachstumsschub bescheren.

Nur die Spitze des Eisbergs

Robert Simon, Analyst aus dem Hause WR Hambrecht, glaubt daher, dass die jüngsten Zahlen des Unternehmens nur die „Spitze des Eisbergs“ sind. Akamai sei für den technologischen Wandel im Hinblick auf die Verbreitung von digitalen Content bestens gerüstet, heißt es. Tatsächlich hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Position in Sachen Load-Balancing-Techniken systematisch ausgebaut. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war im Frühjahr 2005 die Übernahme des Rivalen Speedera Networks.

Die technologische Verstärkung schlug sich zuletzt auch im Akamai-Geschäft positiv nieder. So konnte Akamai das Jahr mit 1.910 Servicekontrakten beenden, ein neuer Rekord und ein Plus von rund 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Großkunden, wie Microsoft und Apple (iTunes) verlängerten erst kürzlich ihre Verträge mit Akamai. Auch Amerikas größter Radiosendernetzbetreiber Clear Channel Communications hat sich jüngst für Akamai-Services entschieden, um Radio-Programme über das Internet zu streamen.

Doch die Zukunft scheint noch weit mehr Möglichkeiten für Akamai zu bieten, um weiter zu wachsen. Spätestens nach der Ankündigung von Google, mit dem Google Video Store Nutzern einen neuen Download-Service bieten zu wollen, dürfte die Nachfrage nach weiteren Bandbreiten anheizen. So überrascht es wenig, dass sich auch Akamai-Chef Paul Sagen für das laufende Jahr 2006 sehr optimistisch gibt, zumal man auch die Webcasts der derzeit stattfindenden Olympischen Spiele in Turin managen wird. Einziger Wermutstropfen der Wachstumsstory: Akamai-Gründer Daniel Lewin kann den Siegeszug seiner Firma nicht mehr mitverfolgen. Er saß am 11. September 2001 in einem der Flugzeuge, welche in das World Trade Center in New York stürzten.

Kurzportrait

Die im Jahre 1998 gegründete und in Cambridge ansässige Akamai Technologies betreibt heute mehr als 14.400 Server in 69 Ländern weltweit. Die Anfänge von Akamai gehen bis ins Jahr 1995 zurück, als Internet-Spezialisten und Wissenschaftler des MIT (Massachusetts Institute of Technology) einen mathematischen Algorithmus entwickelten, um dynamisches Routing von Inhalten über das World Wide Web zu beschleunigen, so dass sich die Web-Seiten im Browser des Internet-Surfers schneller aufbauen.

Gemeinsam mit dem MIT-Professor Dr. Tom Leigthton gründete Danny Lewin, der bei der Terror-Attacke am 11. September ums Leben kam, anschließend Akamai Technologies. Das Unternehmen gewann im Jahr 1999 sehr schnell neue Kunden für seinen Load-Balancing-Service. Darunter auch das Internet-Portal Yahoo! und den Softwarekonzern Microsoft. Inzwischen nutzen auch America Online, CNN, Apple, Ticketmaster, E*Trade, McAfee.com und IBM die Serviceleistungen von Akamai. So setzt Apple bei seinem erfolgreichen Download-Musikdienst iTunes unter anderem auf Akamai-Services.

Neben dem traditionellen Content-Delivery-Network (CDN) rund um das Flagschiffprodukt EdgeSuite, bietet die Gesellschaft auch exklusive Video-Streaming-Dienste und Zusatzkapazitäten gegen Aufpreis an. Um entsprechende Denial-of-Service-Attacken erfolgreich abzuwehren, schloss Akamai jüngst eine Allianz mit IBM, um entsprechende Services zu entwickeln. Im Frühjahr 2005 verstärkte sich das Unternehmen durch die Übernahme des Rivalen Speedera Networks.

Neben dem Stammhaus in Cambridge ist das Unternehmen mit Niederlassungen auch in Deutschland, Frankreich, Japan und Australien vertreten. Gleichzeitig unterhält Akamai zahlreiche Büros in den USA. Darunter in New York, Reston, San Mateo, Santa Monica, Dallas, Atlanta, Chicago und in Costa Mesa. Das Management rund um Unternehmenschef George Conrades hält mehr als vier Prozent der ausstehenden Anteile. Die Beteiligungsgesellschaft FMR Corp hält knapp 14 Prozent der Akamai-Anteile.

Zahlen

Für das vergangene vierte Quartal 2005 meldet Akamai einen Umsatzanstieg von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 82,7 Mio. Dollar. Dabei konnte Akamai seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr auf 25,8 Mio. Dollar oder 16 US-Cent je Aktie nahezu verdoppeln, nach einem Plus von 13,5 Mio. Dollar oder zehn US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Mit den vorgelegten Zahlen konnte Akamai gleichzeitig auch die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. An der Wall Street hatte man im Vorfeld mit Einnahmen von 79 Mio. Dollar und mit einem Nettogewinn von 15 US-Cent je Aktie kalkuliert.

Meldung gespeichert unter: Content Delivery Network (CDN)

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