Aixtron rüstet sich für den LED-Boom

Montag, 15. März 2010 13:40
Aixtron Logo

(IT-TIMES) - Der Aachener LED-Ausrüster und Anlagenbauer Aixtron AG (WKN: A0WMPJ) profitiert weiter vom anhaltenden Boom bei LED-Leuchten. LEDs kommen in immer mehr Lebensbereichen zum Einsatz, was sich zuletzt auch in der Entwicklung des Auftragsbestands bei Aixtron niederschlug.

Produkte mit LED-Hintergrundbeleuchtung immer gefragter
Im Zuge der weiter steigenden Nachfrage will das Unternehmen im laufenden Jahr seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen, womit bei einer vollen Auslastung der Werke ein Jahresumsatz von einer Mrd. Euro möglich sein soll. Unrealtisch ist dieses Umsatzziel nicht, rechnen Marktbeobachter bis 2013 mit einem durchschnittlichen Wachstum des LED-Marktes von 24 Prozent. Nachdem die LED-Branche im vergangenen Jahr etwa fünf Mrd. US-Dollar umgesetzt hat, soll der Markt in drei Jahren auf 15 Mrd. US-Dollar explodieren.

Ursächlich für das rapide Wachstum ist nicht nur das Verbot traditioneller Glühbirnen. Immer mehr Flachbildschirm-Hersteller wie Samsung bringen Flachbildfernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung auf den Markt. Während in 2009 lediglich fünf Prozent der LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung verkauft wurden, dürfte der Anteil der Geräte mit TV-Backlighting-Technik im Jahr 2011 bereits auf 40 Prozent steigen, glauben die Analysten aus dem Hause SES Research.

Neue G5-Plattform ermöglicht doppelten Durchsatz
Neben dem Boom bei LCD-Flachbildfernsehern und Handys mit LED-Hintergrundbeleuchtung dürfte Aixtron aber auch von der Einführung seiner neuen G5-Plattform profitieren. Die neue Anlagen-Generation ermöglicht einen doppelt so hohen Durchsatz wie die vorhergehende Plattform-Generation (G4). Die neue AIX G5 HT-Plattform ermöglicht nicht nur einen hohen Durchsatz, sondern unterstützt auch die größte kommerziell verfügbare Wafer-Kapazität von 56x2 Zoll, bzw. 14x4 Zoll und 8x6 Zoll. Zudem wartet die Anlage mit Depositionsraten von über 6 µm/h bei einer hervorragenden GaN/InGaN-Homogenität bei einem Reaktordruck von über 600 mbar auf. Ferner wird durch das moderne Anlagen-Design der Produktionsablauf weiter optimiert, so dass ein Ausheizen des Reaktors vermieden wird, wodurch für Hersteller Kosteneinsparungen einhergehen.

Die neue Anlage dürfte damit neue Maßstäbe in punkto Qualität und Prozessflexibilität setzen. Bei Aixtron ist man daher zuversichtlich, dass die neue Anlagen-Generation sehr bald das Hauptsatzprodukt sein wird, womit einem weiteren Wachstum in den nächsten Jahren nichts mehr im Wege steht…

Kurzportrait
Die Aixtron AG ist Anbieter von Depositions-Anlagen für die Halbleiterindustrie. Das Unternehmen wurde ursprünglich 1983 als Spin-Off der Aachener Universität gegründet. 1989 erhielt das Unternehmen eine exklusive Lizenz für die Multi-Wafer MOCVD Planetary Reactor®-Technologie von Philips. 1997 folgte der Börsengang in Frankfurt. Die Produkte der Gesellschaft werden zur Herstellung von Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, Silizium- und organischen Halbleitermaterialien sowie Kohlenstoff-Nanostrukturen genutzt. Diese Bauelemente werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, bei Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonie-Anwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computer-Technik sowie einer Reihe anderer High-Tech-Anwendungen eingesetzt.

Aixtron wurde im Jahr 1983 gegründet. Seinerzeit begann das Unternehmen mit der Entwicklung von Anlagen zur Fertigung von Verbindungshalbleitern. Heute ist Aixtron der weltweit führende Anbieter von Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitermaterialien. Nach eigenen Angaben konzentriert man sich dabei auf drei Märkte: Verbindungs-, Silizium und organische Halbleitermaterialien.

Verbindungshalbleiter kommen in Leuchtdioden oder in Lasern zum Einsatz. Zudem werden diese Halbleiter auch in der Solarindustrie verwendet. Silizium-Halbleiter kommen zum Beispiel in Speicher-Bausteinen zum Einsatz oder sind Bestandteil von DRAM-Speicherchips. Organische Halbleiter wiederum finden sich in Flachbildschirmen und in flexiblen Displays wider. Zudem können sie in Anwendungen wie RFID-Chips eingesetzt werden.

1999 wurde die Thomas Swan Scientific Equipment Division, das gesamte MOCVD-Anlagen- und Servicegeschäft der englischen Thomas Swan & Co Ltd übernommen und wird bis heute als eigenständige Tochtergesellschaft im Aixtron-Konzern weitergeführt.

Im gleichen Jahr wurde die schwedische Epigress AB, heute Aixtron AB, mit Sitz in Lund, Schweden übernommen. Die Tochtergesellschaft stellt CVD-Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitern wie Siliziumcarbid (SiC) mit breiter Bandlücke her. Durch die Übernahme der Genus Inc in Kalifornien im März 2005 hat Aixtron eine weitere produktionsqualifizierte Abscheidungstechnologie für die Silizium-Halbleiter- und die Datenspeicherindustrie erworben. Durch den Zukauf verfügt Aixtron über ein breites Spektrum an massenproduktionstauglicher Abscheidungstechnologien für die Siliziumindustrie.

Mit der Übernahme der britischen Nanoinstruments in 2007 erweiterte Aixtron das Produktportfolio im Bereich Nanotechnologie. Aixtron-Nanoinstruments bietet seither CVD - (Gasphasenabscheidung) und plasmagestützte CVD-Anlagen zur Abscheidung von Carbon Nanotubes, Nanowires und Nanotubes an.

Zahlen
In 2009 verbuchte Aixtron einen Umsatz von 302,9 Mio. Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 274,4 Mio. Euro. Das Bruttoergebnis erreichte einen Wert von 302,9 Mio. Euro und konnte so ebenfalls verglichen mit der 2008er Kennzahl von 112,9 Mio. Euro verbessert werden. Aixtron erwirtschaftete ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 62,7 Mio. Euro (Vorjahr: 32,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge kletterte damit von zwölf auf 21 Prozent. Der Gewinn nach Steuern summierte sich auf 44,8 Mio. Euro nach 23 Mio. Euro in 2008. Je Aktie entsprach dies einem (verwässerten) Ergebnis von 48 Cent (Vorjahr: 25 Cent).

Aixtron hatte bereits Anfang Februar Vorabzahlen für das Jahr 2009 präsentiert. Die heute genannten Ergebnisse bestätigten dabei die seinerzeit veröffentlichten Kennzahlen. Mit den nun vorgelegten Zahlen konnte Aixtron die Prognose für das Gesamtjahr 2009 übertreffen. Eine Bestätigung des Ausblicks war zuletzt bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des dritten Quartals 2009 erfolgt. Seinerzeit hatte Aixtron die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 280 Mio. Euro erhöht, die EBIT-Marge wurde in der Größenordnung von 18 Prozent erwartet.

Meldung gespeichert unter: Aixtron

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