Adva Optical: Internationalisierung nimmt Gestalt an

Dienstag, 21. Dezember 2010 14:33
Adva Optical Networking

MARTINSRIED (IT-Times) - Die Adva Optical Networking AG setzt im laufenden Geschäftsjahr 2010 auf Kooperationen. Beachtlich war zudem, dass sich der  US-Router-Produzent Juniper Networks Inc. an Adva beteiligte. Auch die Internationalisierungsstrategie des Unternehmens scheint langsam Fahrt aufzunehmen.

Kooperationen und Partnerschaften

Anfang des Jahres vereinbarte die Adva Optical Networking AG (WKN: 510300) mit Hatteras Networks eine Zusammenarbeit. Hatteras ist ein Anbieter von Ethernet-über-Kupfer-Lösungen. Ziel der Zusammenarbeit: Einsatz integrierter Ethernet-Lösungen in den Netzen global tätiger Dienste-Anbieter. Die Komponenten von Hatteras Networks unterstützen dabei Breitbandverbindungen über vorhandene Kupferkabel und eignen sich damit für die Datenübertragung im Netzzugangsbereich.  Zudem kann man im Zuge der Kooperation gemeinsam verstärkt internationale Absatzmärkte in den Fokus nehmen.

Im Sommer dieses Jahres stieg zudem der US-Router-Produzent Juniper Networks Inc. im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei Adva Optical Networking ein. Auch hier soll eng zusammen gearbeitet werden Mit dem neuen potenten Anteilseigner Juniper Networks werden die Möglichkeiten ausgelotet, gemeinsam Lösungen von Internet Protokoll (IP)-basierter Übertragungstechnik zu vermarkten und zu vertreiben, die es Netzbetreibern ermöglichen soll, die Komplexität ihrer Netze und die Kosten zu reduzieren.

Investitionen in die Forschung

Adva Optical wurde jüngst ausgewählt, an einem durch die EU geförderten Forschungsprojekt teilzunehmen. Das Vorhaben mit dem sperrigen Titel „Colorless and Coolerless Components for Low-Power Optical Networks", kurz C-3PO, hat auch eine Kapazitätserhöhung in Glasfasernetzen zum Ziel. Denn, wie Adva Optical erklärte, steige durch den kontinuierlichen Ausbau der Telekommunikationsnetze auch der Energieverbrauch. Diese Tendenz will das Projekt durch einen Ansatz stoppen und entwickelt optische Komponenten auf Silizium-Basis.

Diese benötigten keine Kühlung und seien kostengünstiger, hieß es. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre limitiert. Dann soll die Entwicklung kostengünstiger optischer Sende- und Empfangsmodule stehen. Adva Optical teilte mit, man werde die aus dem Projekt hervorgehenden Komponenten in die FSP 3000-Plattfrom des Unternehmens integrieren. So will Ava Optical die Kunden mit niedrigerem Energieverbrauch und günstigen Betriebskosten locken.

Verbesserte Netz- und Datensicherheitsfunktion

Als Verkaufsargument für die eigenen Leistungen dient Adva die Verbesserung bei den eigenen Netz- und Datensicherheitsfunktionen. Diese kommen bei der Lösung FPS 3000 zum Einsatz. Mit diesen neuen Sicherheitsfunktionen reagiere man bei Adva auf die erhöhten Datenmengen von Unternehmensdiensten, die dort generiert, gespeichert und übertragen werden. Die Sicherheitsfunktionen basieren nach Unternehmensangaben auf der Verschlüsselung mit minimalen Auswirkungen auf die Signallaufzeit und einer Überwachung der Glasfaser im laufenden Betrieb. Mit diesem Verschlüsselungsverfahren sollen neu entwickelte Technologien zum Abhören und Manipulieren von optischen Netzen abgewehrt werden. Dabei werde der Datenfluss jedoch nicht verlangsamt. Daneben könnten nun illegale Abhöreinrichtungen identifiziert werden.

Adva Optical hat sich einst das strategische Ziel gesetzt, im nordamerikanischen Markt Anteile im Bereich Optical + Ethernet Transport-Lösungen hinzu zu gewinnen. Die Zielmarke besteht darin, mindestens 40 Prozent des Unternehmensumsatzes in den USA zu erwirtschaften. Von diesem Ziel ist man bis heute noch weit entfernt. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag die US-Umsatzquote bei insgesamt 32,3 Prozent. Allerdings: Im vorangegangenen Jahr lag diese Quote bei gerade einmal 22,9 Prozent. Es scheint also, als würden die Internationalisierungspläne von Adva Optical doch aufgehen können.

Kurzportrait

Adva Optical wurde im Jahr 1994 als Spin-Off des IT-Distributors AMS Electronic GmbH (später: Egora Holding) gegründet, der Börsengang folgte im Jahr 1999. Die Adva AG Optical Networking rüstet Telekommunikationsunternehmen mit optischen Komponenten aus. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt weltweit optoelektronische Netzwerklösungen für den Einsatz, das Management und die Bereitstellung von Kommunikations- und Hochgeschwindigkeitsnetzen. Mit Hilfe der Produkte können Daten-, Datensicherungs-, Sprach- und Videodienste im Stadtbereich sowie in Unternehmen angeboten werden.

Kernprodukt sind Wellenlängenmultiplexer, die die Datenübertragungskapazität von Lichtwellenleitern erhöhen. Die von Adva Optical eingesetzten Wellenlängenmultiplexer werden insbesondere von so genannten City-Carriern nachgefragt. Diese betreiben Telekommunikationsnetze, die sich über Großstädte oder Ballungsräume erstrecken (Metropolitan Core) bzw. den Zugang zu diesen Netzen (Metropolitan Access) anbieten. Mit den Plattformen von Adva Optical können Netzbetreiber so differenzierte Ethernet-Dienste über ein breites Spektrum an Netzzugangstechnologien auf kosteneffiziente Weise bereitstellen. Dazu gehören verschiedenen DSL-Varianten, VoIP- und Ethernet-Dienste bis hin zu iSCSI und Fibre Channel Lösungen. Daneben werden auch Storage Services angeboten, über die geographisch verteilten Storage Area Network (SAN) Lösungen implementiert werden können.

Kunden von Adva Optical sind insbesondere Großunternehmen, mit verschiedenen, über Lichtwellenleiter verbundenen Standorten. Hierbei werden die Lichtwellenleiter für Data Storage Networks eingesetzt. Vermehrt finden die Leiter auch Anwendung in Local Area Networks (LAN), Netzwerken, die innerhalb eines Gebäudes verwendet werden. Sie werden nachgefragt von Institutionen mit besonders hohem internem Datenaustausch.

Meldung gespeichert unter: Adva Optical Networking

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