Activision macht das Spiel - Konkurrenz schaut zu

Montag, 19. Mai 2008 13:14
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(IT-Times) Der US-Spielentwickler Activision (Nasdaq: ATVI, WKN: 867881) ist derzeit im Winner-Modus. Das Unternehmen konnte mit „Guitar Hero III“ und „Call of Duty 4“ zuletzt Spielehits landen und damit dem bisherigen Branchenprimus Electronic Arts (EA) Marktanteile abjagen.

Auch im laufenden Jahr kann sich der Platzhirsch EA auf weitere Angriffe gefasst machen. Nachdem Erfolg von „Guitar Hero III“ plant Activision weitere Guitar Hero-Titel im laufenden Kalenderjahr. So soll es gleich drei weitere Versionen bis Jahresende geben: Demnach ist eine spezielle Version für die Nintendo DS geplant, als auch eine Special-Edition rund um die US-Rockgruppe Aerosmith. Über die dritte Version (Guitar Hero IV), die noch pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen soll, ranken sich derweil Gerüchte, wonach diese Version deutlich mehr Instrumente beinhalten wird, als der Vorgänger „Guitar Hero III“.

Nachdem Erfolg der Guitar Hero-Reihe in den USA, soll der Erfolg der Serie auch in Europa Einzug halten, wo man nach Angaben von Activision CEO Robert Kotick derzeit etwa noch ein Jahr hinterhinkt - dies soll sich aber schon bald ändern.

Call of Duty 5 für alle Plattformen
Neben der Guitar Hero-Reihe hat Activision noch ein weiteres Eisen im Feuer. Nachdem „Call of Duty 4“ bereits im jüngsten Quartal für sprudelnde Einnahmen gesorgt hat, soll mit „Call of Duty 5“ gleich der nächste Streich folgen. Anders als der Vorgänger soll „Call of Duty 5“ nicht nur auf der PS3 und der Xbox 360 laufen, sondern auch für die PS2, für die Nintendo Wii, als auch für die Nintendo DS und auch für den PC verfügbar sein, erläutert Mike Griffith, Publishing-Chef bei Activision.

Auch bei „Call of Duty 5“ will Activision auf die gleiche Game-Engine vertrauen, die auch beim erfolgreichen Vorgänger zum Einsatz kam, so Griffith. Wie „Guitar Hero IV“, soll auch „Call of Duty 5“ noch pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen, berichtet GamePro.com. Auch ansonsten lässt die 2008er Spielepipeline auf ein rekordverdächtiges Fiskaljahr 2009 schließen: Mit „Quantum of Solace“, „Madagascar: The Crate Escape“, einem neuen Tony Hawk- und einem neuen Spider Man-Spiel bringt Activision potentielle Kassenschlager in den Handel.

Fusion kurz vor dem Abschluss
Nicht zu vergessen ist der geplante Zusammenschluss mit Vivendi Games und dessen Blizzard-Einheit. Die Fusion dürfte wohl in den nächsten Wochen über die Bühne gehen, wobei die Entwicklerschmiede Blizzard im Herbst mit „Wrath of the Lich King“ die zweite große Erweiterung für das weltweit populärste Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ mit in den Ehe bringen wird...

Kurzportrait

Die im Jahre 1979 gegründete und im kalifornischen Santa Monica ansässige Activision gilt als weltweit zweitgrößter PC- und Videospielehersteller hinter Electronic Arts. Das Unternehmen entwickelt Adventure-, Sport- und Action-Spiele für verschiedene Plattformen. Darunter bedient Activision nicht nur den PC-Markt, sondern auch den Konsolen-Markt. So werden nicht nur Spiele für Sonys PlayStation-Reihe (PS2, PS3), sondern auch für Microsofts Xbox 360-Konsole und Nintendos Wii-Konsole publiziert.

Activision ist prinzipiell in zwei verschiedene Geschäftseinheiten aufgebaut. Der Bereich Publishing konzentriert sich auf die Entwicklung von Spiele, wobei das Unternehmen zuletzt mit Spielen wie „Guitar Hero III“ und „Call of Duty 4“ Erfolge feiern konnte.

Der zweite Geschäftsbereich Distribution konzentriert sich auf die Vermarktung der Spiele, wobei die Einheit aber auch Hardware und Software von Drittanbietern vermarktet. In diesem Zusammenhang übernahmen die Kalifornier im Jahr 1997 den englischen Vertriebspartner CentreSoft. Im gleichen Jahr kaufte Activision dann die deutsche NBG. Ein Jahr später folgte schließlich die Übernahme des für Benelux-Länder zuständigen Vertriebspartners CD Contact. Ende 2002 übernahm Activision mit Z-Axis Ltd. und Luxoflux zwei weitere Entwicklerstudios, wobei Activision im Oktober 2003 seine Option ausübte und 70 Prozent an den Spieleentwickler Infinity Ward übernahm. Anfang 2005 kaufte Activision dann das Entwicklerstudio Vicarious Visions. Später übernahm man den Middleware-Spezialisten DemonWare. Mitte 2006 kaufte Activision das Entwicklerstudio RedOctane (Guitar Hero). Gleichzeitig eröffnete Activision durch die Übernahme der Vertriebsaktivitäten der CSR Entertainment ein Publishing-Büro in Südkorea. Im Jahr 2007 schluckte Activision den britischen Sieleentwickler Bizarre Creations (Project Gotham Racing). Zudem steht Activision unmittelbar vor der Fusion mit Vivendi Games und dessen Studio Blizzard Entertainment (World of Warcraft). Das fusionierte Unternehmen, an welchem Vivendi mit 52 Prozent der Anteile die Mehrheit hält, soll den Namen Activision Blizzard tragen.

In Sachen Vertrieb setzt Activision aber nicht nur auf eigene Vertriebspartner, sondern insbesondere auch auf Einzelhändler wie Best Buy, Blockbuster, Circuit City, GameStop, Target, Toys R Us oder Wal-Mart. Der US-Einzelhändler Wal-Mart gehört dabei zu einem der größten Kunden und Vertriebspartner des Spielentwicklers.

Darüber hinaus ist der US-Spielentwickler mit weiteren Niederlassungen auch international vertreten, darunter in England, Deutschland, Frankreich, Kanada, Schweden, Australien und in Japan.

Zahlen

Für das vergangene vierte Fiskalquartal 2008 berichtet Activision von einem Umsatzsprung auf 602,5 Mio. US-Dollar, was einem Zuwachs von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei konnte Activision einen Gewinn von 44,2 Mio. Dollar oder 14 US-Cent je Aktie einfahren, nachdem im Jahr vorher noch ein Minus von 14,4 Mio. Dollar oder fünf US-Cent je Aktie zu Buche stand.

Meldung gespeichert unter: Activision Blizzard

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