Activision Blizzard will mit Diablo III durchstarten - Marktdebüt Anfang 2012

Montag, 26. September 2011 13:31
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(IT-Times) - Der US-Spielentwickler Activision Blizzard sieht sich in den kommenden Jahren einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Im Jahr 2010 sind die Einnahmen aus gebührenpflichtigen Online-Spieleabos erstmals gesunken, so die Marktforscher aus dem Hause IHS Screen Digest.

Von dieser Entwicklung ist Activision Blizzard (Nasdaq: ATVI, WKN: A0Q4K4) als Marktführer mit seinem Hit-Game "World of Warcraft" direkt betroffen. Mit elf Millionen Abonnenten ist "World of Warcraft" mit Abstand das weltweit größte Online-Rollenspiel. Die Spieler müssen monatlich 15 US-Dollar berappen, tun dies aber nur, wenn es sich lohnt weiterzuspielen.

So versucht Blizzard seine Gamer mit jährlichen Expansionspacks bei der Stange zu halten. Dies scheint nicht mehr so gut zu gelingen, wie in den vergangenen Jahren. Schon im Frühjahr 2011 musste Activision melden, dass sich etwa 600.000 Abonnenten aus der virtuellen Welt rund um Azeroth zurückzogen.

Bis 2014 sollen sechs Titel von Blizzard kommen
Activision Blizzard ist daher gezwungen, mit neuen Spielen nachzulegen. Activision Blizzard COO Thomas Tippl hofft daher, dass Blizzard in den nächsten drei Jahren sechs größere Spiele auf den Markt bringen wird. Dazu gehören zwei Expansionspacks für "World of Warcraft" sowie zwei Erweiterungen für "Starcraft II", so der Manager.

Daneben soll mit "Diablo III" das dritte große Online-Spiel neben "Warcraft" und "Starcraft" auf den Markt kommen und zwar nicht wie geplant Ende 2011, sondern Anfang 2012, wie Blizzard-Chef Mike Morhaime verlauten lässt. Ende 2014 soll dann eine große Erweiterung für "Diablo III" folgen, so Tippl.

Wie auch bei "World of Warcraft" dürfte dabei auch der chinesische Markt eine große Rolle spielen. Der Großteil der Warcraft-Nutzer kommt heute aus China, gelingt es Activision mit seinem Partner NetEase.com die Diablo-Reihe auch im Reich der Mitte zu etablieren, hat das Unternehmen eine weitere Cashcow an der Hand.

EA sagt Activision im Shooter-Markt den Kampf an
Unterdessen sagt Activision-Konkurrent Electronic Arts (EA) dem Marktführer den Kampf bei Shootern an. Dank seiner Call of Duty-Reihe hat Activision Blizzard derzeit einen Marktanteil von 90 Prozent im Shooter-Markt inne.

Diesen Marktanteil will EA mit Hilfe seiner Battlefield-Serie in nächsten Jahren auf 70 Prozent drücken, tönt es aus dem EA-Management. Activision gibt sich trotz der Kampfansage gelassen. Soeben hat das Unternehmen mit "Call of Duty: Black Ops Rezurrection" das vierte große Download-Pack für seinen Shooter-Besteller (PS3 und PC) veröffentlicht. Anfang November soll dann mit "Call of Duty: Modern Warfare 3" der nächste Shooter-Kracher von Activision auf den Markt kommen.

Kurzportrait

Die im Jahre 1979 gegründete und im kalifornischen Santa Monica ansässige Activision Blizzard gilt als weltweit größter PC- und Videospielehersteller. Insbesondere das Jahr 2008 gilt als Meilenstein in der Firmengeschichte. So fusionierte Activision mit der Vivendi-Spieleeinheit Blizzard Entertainment, woraus das Unternehmen Activision Blizzard hervorging. Heute operiert Activision Blizzard vor allem aus drei Kerngeschäftsbereichen heraus: Activision Publishing, Blizzard Entertainment (Online-Spiele) und Blizzard Distribution (Vertrieb).

Der Bereich Activision Publishing konzentriert sich auf die Entwicklung von Spiele, wobei das Unternehmen zuletzt mit Spieleserien wie "Guitar Hero" und "Call of Duty" große Erfolge feiern konnte.

Der zweite Geschäftsbereich Blizzard Entertainment, die sich vornehmlich um die Entwicklung von traditionellen Spielen und Online-Spielen fokussiert. Der dritte Geschäftsbereich Activision Blizzard Distribution konzentriert sich auf die Spiele-Vermarktung, wobei die Einheit aber auch Hardware und Software von Drittanbietern vermarktet. In diesem Zusammenhang übernahmen die Kalifornier im Jahr 1997 den englischen Vertriebspartner CentreSoft. Im gleichen Jahr kaufte Activision dann die deutsche NBG. Ein Jahr später folgte schließlich die Übernahme des für Benelux-Länder zuständigen Vertriebspartners CD Contact. Ende 2002 übernahm Activision mit Z-Axis und Luxoflux zwei weitere Entwicklerstudios, wobei Activision im Jahre 2003 rund 70 Prozent an den Spieleentwickler Infinity Ward übernahm. Anfang 2005 kaufte Activision dann das Entwicklerstudio Vicarious Visions. Später übernahm man den Middleware-Spezialisten DemonWare. Mitte 2006 folgte die Übernahme von RedOctane (Guitar Hero). Im Jahr 2007 schluckte Activision den britischen Sieleentwickler Bizarre Creations (Project Gotham Racing). Zudem fusionierte Activision mit der Vivendi-Spielesparte Blizzard Entertainment. An dem fusionierten Unternehmen hält Vivendi mit 52 Prozent die Mehrheit der Anteile. In 2008 kaufte Activision die englische FreeStyleGames sowie Budcat Creations. Im Gegenzug wurden die Entwicklerstudios Swordfish und Massive Entertainment abgegeben.

In Sachen Vertrieb setzt Activision Blizzard aber nicht nur auf eigene Vertriebspartner, sondern insbesondere auch auf Einzelhändler wie Best Buy, Blockbuster, Circuit City, GameStop, Target, Toys R Us oder Wal-Mart. Der US-Einzelhändler Wal-Mart gehört dabei zu einem der größten Vertriebspartner des Spielentwicklers.

Darüber hinaus ist der US-Spielentwickler mit weiteren Niederlassungen auch international vertreten, darunter in England, Deutschland, Frankreich, Kanada, Schweden, Australien und in Japan.

Zahlen

Für das vergangene Juniquartal meldet Activision Blizzard einen Umsatzanstieg um 19 Prozent auf 1,15 Mrd. US-Dollar, nach Einnahmen von 967 Mio. Dollar im Jahr vorher. Der Nettogewinn kletterte um 53 Prozent auf 335 Mio. Dollar oder 29 US-Cent je Aktie, nach einem Profit von 219 Mio. Dollar oder 17 US-Cent je Aktie im Jahr vorher.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen verdiente Activision Blizzard zehn US-Cent je Aktie und damit doppelt so viel, wie Analysten im Vorfeld erwartet hatten.

Meldung gespeichert unter: Activision Blizzard

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