Activision Blizzard - Black Ops soll für sprudelnde Gewinne im Weihnachtsgeschäft sorgen

Dienstag, 9. November 2010 13:07
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(IT-Times) - Die Aktien des US-Spielentwicklers Activision Blizzard (Nasdaq: ATVI, WKN: A0Q4K4) legten am Vortag bereits um mehr als fünf Prozent an der New Yorker Börse zu. Hintergrund ist die Markteinführung des neuen Hit-Spiels „Call of Duty: Black Ops“, welches heute am 9. November auf den Markt kommt.

Während man bei Activision Blizzard selbst den Hype rund um das Game etwas herunterspielt und mit einem um 20 Prozent niedrigeren Absatz als beim Vorgänger „Call of Duty: Modern Warfare 2“ rechnet, sind Marktbeobachter etwas optimistischer. Während konservative Analysten erwarten, dass sich das Spiel in diesem Quartal 13 bis 15 Millionen Mal verkaufen wird, halten andere Branchenexperten weit höhere Verkaufszahlen für möglich. Screen Digest Analyst Piers Harding-Rolls rechnet zum Beispiel damit, dass Activision 18 Millionen Kopien von „Call of Duty: Black Ops“ absetzen wird. Der Analyst verweist dabei darauf, dass es auch eine Nintendo Wii-Version des Games geben wird.

Analyst: Online-Aboservice für Black Ops kommt in 2011
Das Marktdebüt von Black Ops dürfte jedoch erst der Anfang einer weiterer Cashcow für Activision sein, nachdem der Online-Kassenschlager „World of Warcraft“ nach der Einführung von „Cataclysm“ inzwischen mehr als 12 Millionen Abonnenten weltweit zählt. Wedbush Morgan Analyst Michael Pachter glaubt, dass Activision Anfang 2011 einen eigenen Online-Aboservice für Black Ops einführen wird. Damit dürften Spieler dann für Premium-Inhalte zur Kasse geben werden, glaubt der Investmentexperte.

Ursprünglich sollte laut Pachter ein derartiger Service bereits zu Weihnachten auf den Markt kommen, jedoch hat sich die Einführung des Premium-Bezahldienstes nunmehr verschoben, so der Analyst. Pachter glaubt, dass die Einführung eines derartigen Services noch mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, bevor sich der neue Service dann positiv in der Geschäftsbilanz von Activision niederschlagen wird.

Activision kündigt weiteren Call of Duty Titel für 2011 an
Activision will auch im kommenden Jahr 2011 weiter die Call of Duty-Karte spielen. Wie Eric Hirshberg, CEO der Activision Publishing Einheit bereits bestätigte, soll Mitte 2011 ein First Person Shooter aus der „Call of Duty“-Reihe auf den Markt kommen. Der Manager sieht die Call of Duty-Reihe keinesfalls als ausgereizt an und sieht noch reichlich Potential für die Spielereihe.

Neben einem neuen Call of Duty-Titel veröffentlichte Activision auch gleich weitere Pläne im Bezug auf Neuveröffentlichungen. So soll es im nächsten Jahr einen neuen Spider-Man-, X-Men- und Transformers-Titel geben, heißt es aus dem Activision-Management. Damit könnte auch das kommende Jahr ein weiteres Rekordjahr für Activision Blizzard werden, zumal mit „Diablo III“ aus dem Hause Blizzard wohl noch ein weiterer Kassenschlager in den Startlöchern steht…

Kurzportrait

Die im Jahre 1979 gegründete und im kalifornischen Santa Monica ansässige Activision Blizzard gilt als weltweit größter PC- und Videospielehersteller. Insbesondere das Jahr 2008 gilt als Meilenstein in der Firmengeschichte. So fusionierte Activision mit der Vivendi-Spieleeinheit Blizzard Entertainment, woraus das Unternehmen Activision Blizzard hervorging. Heute operiert Activision Blizzard vor allem aus drei Kerngeschäftsbereichen heraus: Activision Publishing, Blizzard Entertainment (Online-Spiele) und Blizzard Distribution (Vertrieb).

Der Bereich Activision Publishing konzentriert sich auf die Entwicklung von Spiele, wobei das Unternehmen zuletzt mit Spieleserien wie „Guitar Hero“ und „Call of Duty“ große Erfolge feiern konnte.

Der zweite Geschäftsbereich Blizzard Entertainment, die sich vornehmlich um die Entwicklung von traditionellen Spielen und Online-Spielen fokussiert. Der dritte Geschäftsbereich Activision Blizzard Distribution konzentriert sich auf die Spiele-Vermarktung, wobei die Einheit aber auch Hardware und Software von Drittanbietern vermarktet. In diesem Zusammenhang übernahmen die Kalifornier im Jahr 1997 den englischen Vertriebspartner CentreSoft. Im gleichen Jahr kaufte Activision dann die deutsche NBG. Ein Jahr später folgte schließlich die Übernahme des für Benelux-Länder zuständigen Vertriebspartners CD Contact. Ende 2002 übernahm Activision mit Z-Axis und Luxoflux zwei weitere Entwicklerstudios, wobei Activision im Jahre 2003 rund 70 Prozent an den Spieleentwickler Infinity Ward übernahm. Anfang 2005 kaufte Activision dann das Entwicklerstudio Vicarious Visions. Später übernahm man den Middleware-Spezialisten DemonWare. Mitte 2006 folgte die Übernahme von RedOctane (Guitar Hero). Im Jahr 2007 schluckte Activision den britischen Sieleentwickler Bizarre Creations (Project Gotham Racing). Zudem fusionierte Activision mit der Vivendi-Spielesparte Blizzard Entertainment. An dem fusionierten Unternehmen hält Vivendi mit 52 Prozent die Mehrheit der Anteile. In 2008 kaufte Activision die englische FreeStyleGames sowie Budcat Creations. Im Gegenzug wurden die Entwicklerstudios Swordfish und Massive Entertainment abgegeben.

In Sachen Vertrieb setzt Activision Blizzard aber nicht nur auf eigene Vertriebspartner, sondern insbesondere auch auf Einzelhändler wie Best Buy, Blockbuster, Circuit City, GameStop, Target, Toys R Us oder Wal-Mart. Der US-Einzelhändler Wal-Mart gehört dabei zu einem der größten Vertriebspartner des Spielentwicklers.

Darüber hinaus ist der US-Spielentwickler mit weiteren Niederlassungen auch international vertreten, darunter in England, Deutschland, Frankreich, Kanada, Schweden, Australien und in Japan.

Zahlen

Für das vergangene Septemberquartal meldet Activision Blizzard einen Umsatzanstieg um sechs Prozent auf 745 Mio. US-Dollar. Auf Non-GAAP-Basis wies der Spielehersteller einen Umsatz von 857 Mio. US-Dollar aus. Dabei konnte Activision seinen Nettogewinn auf 51 Mio. Dollar oder vier US-Cent je Aktie verdreifachen, nach einem Profit von 15 Mio. Dollar oder einen Cent je Aktie in der Vorjahresperiode.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen konnte Activision einen Nettogewinn von zwölf US-Cent je Aktie erwirtschaften und damit die Markterwartungen der Analysten übertreffen. Diese hatten im Vorfeld nur mit Einnahmen von 748,7 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von neun US-Cent je Aktie gerechnet.

Meldung gespeichert unter: Activision Blizzard

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